Katzen- und Hundehaarallergie


[Katzen- und Hundehaarallergie] – Die 10 besten Tipps, um ein Haustier trotz Allergie zu halten


Informationen über die Katzen- und Hundehaarallergie34 Millionen Haustiere in Deutschland haben ein Zuhause gefunden. Jeder zehnte Deutsche aber leidet an einer Tierhaarallergie. Mit den richtigen Tipps können Sie dennoch ohne starke Beschwerden ein Haustier halten.

Knapp 13 Millionen Katzen und neun Millionen Hunde bereiten einem Drittel der deutschen Haushalte tagtäglich Freude. Doch vielen bleibt es verwehrt, problemlos ein Haustier halten zu können. Müssen Sie niesen, kratzt Ihr Hals oder rötet sich Ihre Haut, sobald Sie mit einem Haustier kuscheln oder in einem Raum sind? Laut der European Centre for Allergy Research Foundation leiden 10 Prozent der Deutschen an einer Tierhaarallergie, die auch als häufigste Innenraumallergie gilt. Dazu zählen vor allem die Hundeallergie und die Katzenallergie [1]. Das Kuscheln mit dem Tier löst durch Allergene im Fell eine Immunreaktion im Körper aus. Das Immunsystem hält sie für Fremdkörper, die Ihrem Körper schaden könnten. Warum Haustiere zu so einer allergischen Reaktion führen, ist noch unklar. Doch der aktuellen Forschung zufolge unterstützt die sterile Lebensweise in der heutigen Zeit die Entstehung von Allergien. Fakt ist, dass jeder diese Allergie entwickeln kann – selbst einige Tierärzte müssen bei Kontakt mit Hunden oder Katzen niesen. Ob die Reaktionen tatsächlich auf eine Tierhaarallergie hinweisen, erfahren Sie mithilfe eines Allergietests. Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie trotz einer Tierhaarallergie mit Hund und Katze zusammenleben können, ohne es schweren Herzens abgeben zu müssen. Außerdem erfahren Sie, mit welchen gesundheitlichen Problemen zu rechnen ist, wenn eine Tierhaarallergie unbehandelt bleibt und wie Sie Beschwerden lindern können. 

Was ist eine Tierhaarallergie?

Bei einer Tierhaarallergie reagiert das Immunsystems nicht auf die die Tierhaare an sich. Stattdessen treten Reaktionen auf bestimmte Proteine, die Allergene, in Hautschuppen, Speichel, Urin oder Kot von Tieren auf. Kommen Betroffene mit den Allergenen in Kontakt, lösen sie - wie bei einer Lebensmittelunverträglichkeit eine Abwehrreaktion im Körper aus. Eine solche Allergie kann gegenüber Hunden, Katzen, Nagern, Pferden und Vögeln vorliegen [2].

Eine Tierhaarallergie kann nicht nur gegen eine Tierart bestehen. Man kann neben einer Hundehaarallergie auch eine Allergie gegen Goldhamster haben. In diesem Fall sprechen Mediziner von einer Kreuzallergie. Aufgrund einer strukturellen Ähnlichkeit unterscheidet das Immunsystem die Allergene nicht. Tierhaarallergien können ebenfalls die Ernährung beeinflussen. So können einige Katzenallergiker kein Schweinefleisch vertragen. Daher kommt es bei einigen beim Verzehr von Schweinefleisch ebenfalls zu einer allergischen Reaktion im Körper [1, 3].

Was passiert bei einer allergischen Reaktion?

Tagtäglich arbeitet das Immunsystem mit höchster Alarmbereitschaft, um Sie vor Krankheiten durch Viren, Bakterien, Giftstoffe oder fehlerhaften Körperprozesse zu schützen. Dringen diese Fremdstoffe in den Körper ein, überprüfen Immunzellen schlagartig, ob diese eine Gefahr darstellen. Wenn dem so ist, benachrichtigen sie zahlreiche Abwehrzellen. Es werden zudem Antikörper gebildet, um diese Bedrohung auf der Stelle unschädlich zu machen. Bei einer Allergie stuft das Immunsystem harmlose Eiweißmoleküle aus Nahrungsmitteln, Tieren und Pollen fälschlicherweise als Fremdkörper ein. Mit seinem gesamten Arsenal an Abwehrzellen versucht das Immunsystem diese Fremdkörper sofort auszuschalten. Es werden mehr Abwehrzellen und IgE-Antikörper gebildet. Zudem schüttet das Immunsystem auch mehr Histamin aus welches Entzündungsvorgänge in Gang setzt. Dieser Kampf zwischen Allergenen und dem Immunsystem, der in Ihrem Körper tobt, kennzeichnet sich durch vielerlei unterschiedliche Symptome. Eine Allergie tritt in der Regel unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auf. Daher nennt man eine allergische Reaktion auch Sofortreaktion [4].

Katzenallergie – die Besonderheit der Katzenallergene

Bei Katzen werden die Allergene im Speichel, der Tränenflüssigkeit und Analdrüse gebildet. Dadurch, dass sie sich das gesamte Fell mit der Zunge putzen, verteilen sich auch die allergieauslösenden Substanzen über den gesamten Tierkörper. Hartnäckigkeit zeichnet besonders die Katzenallergene aus. Wegen ihrer Schwebeeigenschaften verbleiben sie viel länger in der Luft und haften sich mehr an Kleidung als Hundeallergene.

Auch wenn Menschen mit einer Katzenallergie sich dazu entschließen, das Tier abzugeben, verbleiben die Allergene noch mehrere Monate in der Raumluft. Katzenallergiker sind daher auch öfter anfälliger für die Symptome, da die Allergene stärker verbreitet sind. Katzen weisen ein Allergiepotential von 60 Prozent auf, während es bei Hunden bei nur 30 Prozent liegt. Sprich, die Wahrscheinlichkeit eine Katzenallergie zu entwickeln, ist doppelt so hoch [1, 2].

Hundeallergie – Nicht jeder Hund führt zu einer allergischen Reaktion

Die Hundeallergene befinden sich beim Tier im Speichel, Urin und auf der Haut. Diese Allergene verbleiben nicht so lange in der Luft wie die von Katzen. Im Gegensatz zu einer Katzenallergie kann eine Tierhaarallergie gegen Hunde von der Rasse abhängig sein. Sind sie gegen Katzen allergisch, dann reagieren Sie womöglich auf jede Katzenrasse. Bei einer Hundehaarallergie allerdings variiert es von Rasse zu Rasse. Interessanterweise reagieren manche Hundebesitzer allergisch auf die Hunde von anderen, während sie bei ihrem eigenen Vierbeiner keinerlei Reaktion zeigen [2, 5].

Wussten Sie schon:
Die Allergene haben wichtige Funktionen bei den Tieren. So benötigen sie die allergenen Substanzen zum Riechen oder für ihre eigene Immunabwehr
[3]

Tierhaarallergie - Ursachen

Heutzutage sind Allergien keine Seltenheit mehr. In den letzten 60 Jahren konnte ein Anstieg von Allergieerkrankungen von zwei auf 60 Prozent in Europa und Amerika beobachtet werden. Als mögliche Ursachen einer Allergie treten wenige Gründe auf - seien es die genetische Veranlagung oder die Desinfektionswelle der westlichen Welt [6].

Symptome Ursachen und Vorkommen einer Tierhaarallergie in Deutschland

 

 

 


Was sind die Ursachen einer Katzen- und Hundeallergie?

Welche genauen Ursachen an dem Auftreten einer Tierhaarallergie beteiligt sind, konnten Wissenschaftler bis dato nicht klären. Die Forschung geht von folgenden möglichen Gründen aus:

  • Genetische Veranlagung
  • Zu sterile Umgebung in der Kindheit (Hygiene-Hypothese)

Anhand dieser Faktoren lässt sich lediglich das Risiko einer Allergieentwicklung abschätzen. Sowohl Tierhalter als auch Menschen ohne Haustiere können eine Katzen- und Hundeallergie entwickeln [1, 6].

Genetische Veranlagung

Neugeborene weisen ein erhöhtes Allergierisiko auf, wenn ein Elternteil schon an einer Allergie leidet: Das Risiko beim Kind steigt um bis zu 40 Prozent. Liegt bei einem Elternteil eine Tierhaarallergie vor, wird diese nicht direkt vererbt. Stattdessen ist aufgrund dieser genetischen Vorbelastung das Risiko beim Kind höher eine Allergie zu entwickeln [6, 7].

Hygiene-Hypothese: Wieso wir nicht zu steril aufwachsen sollten

Um möglichst lange gesund zu bleiben, versucht der Mensch sich vor Bakterien und Viren zu schützen. In der Werbung werden Putzmittel, Desinfektionsmittel und Seifen vorgestellt, die 99 Prozent aller Keime vernichten. Besonders in Europa und Amerika haben die Themen Sterilisation und Desinfektion einen hohen Stellenwert. Doch das ständige Beseitigen von Keimen ist nicht unbedingt ein Segen für die Gesundheit– vor allem für Neugeborene. Kommt ein Kind früh genug mit Bakterien oder auch Allergenen in Kontakt, wirkt sich dies positiv auf die Entwicklung seiner Immunabwehr aus. Das Immunsystem des Kindes fängt dadurch frühzeitig an, sich mit den allergenen Substanzen auseinanderzusetzen und sie nicht sofort als Fremdkörper zu klassifizieren. Das Immunsystem lernt, mit diesen Stoffen umzugehen. Besonders in der westlichen Welt mit ihren erhöhten Hygienestandards kommen Kinder im frühen Säuglingsalter immer weniger mit Bakterien und Allergenen in ihrer Umwelt in Kontakt. Dadurch kann sich das Immunsystem im späteren Alter keiner Grundlage bedienen. So kommt es eher zu Überempfindlichkeitsreaktionen bei einem Kontakt mit Allergenen oder Krankheitserregern.

Eine Studie aus Estland untermauert die Hygiene-Hypothese: Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, weisen ein geringeres Allergierisiko auf. Eine weitere Studie konnte ebenfalls die positive Wirkung zeigen, wenn Kinder im frühen Alter mit Hunden in Kontakt kommen. Einerseits nehmen sie Bakterien auf, die sich in ihrem Dickdarm ansiedeln und die Verdauung und das Immunsystem unterstützen. Andererseits entwickeln sie ein geringeres Risiko, eine Hundeallergie zu entwickeln. Jedoch konnte eine andere Studie auch das Gegenteil zeigen. Das Risiko einer Allergie kann steigen, wenn man in jungen Jahren starken Kontakt zu Tieren hat. Dieser Widerspruch verdeutlicht, dass die Forschung sich künftig noch genauer mit dem Thema Allergie befassen muss, um klare Resultate zu gewinnen [8] [9].

Geographische Lage – Führt das Leben im Norden eher zu Allergien?

Forscher prüften im Jahr 2013 an 3000 Menschen die Verbreitung von Tierhaarallergien in Europa. Sie kamen zu folgendem Ergebnis: Die Bereitschaft, eine Tierhaarallergie zu entwickeln, variiert von Land zu Land. So beträgt sie in Dänemark 56 Prozent, in Österreich 16 Prozent und in Deutschland 10 Prozent [3].

Tierhaarallergie - Symptome

Tierhaarallergien machen sich anhand einer Reihe von Symptomen bemerkbar. Allgemein ähneln diese denen einer Lebensmittelallergie. So können bei einer Katzenallergie auch die Symptome einer Hundeallergie auftreten und umgekehrt. Das Ausmaß der Beschwerden ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Was sind die Symptome bei einer Hundeallergie und einer Katzenallergie?

Sowohl das Streicheln eines Hundes als auch das Kuscheln mit einer Katze führen bei den Menschen mit einer Tierhaarallergie zu Beschwerden auf der Haut und in den Atemwegen. Auch die Augen bleiben nicht verschont. Gelangen Allergene  in das Auge, rötet und entzündet sich die Bindehaut [1, 10].

Hautbeschwerden

Atemwegsbeschwerden

Juckreiz

Schnupfen

Rötung

Asthma

Neurodermitis

Engegefühl in der Brust

Nesselsucht

Husten, ständiges Niesen

Im schlimmsten Fall kann auch ein sogenannter anaphylaktischer Schock die Folge sein. Durch die Freisetzung von Histamin erweitern sich die Blutgefäße, wodurch der Blutdruck stark abfällt oder ein Atemstillstand eintreten kann. Einige Menschen erleiden schon bei geringen Mengen des Allergens einen solchen Schock. Um einen anaphylaktischen Schock zu behandeln, muss der Person sofort das Stresshormon Adrenalin gespritzt werden. Dieses treibt den Blutdruck wieder in die Höhe. Die meisten Allergiker tragen einen solchen „Pen“ mit Adrenalin bei sich. Im Falle eines solchen Notfalls sollten Sie unbedingt den Notruf kontaktieren [11]!

Nesselsucht

Während einer allergischen Reaktion sorgt der Botenstoff Histamin für ein wenig Trubel. Durch ihn schwillt die Haut an, rötet sich und beginnt, zu jucken. Diese Reaktion findet innerhalb weniger Sekunden statt. Allerdings kann dieser Hautausschlag auch erst wenige Stunden später auftreten. In der Medizin ist dieses Erscheinungsbild als Nesselsucht oder auch Nesselfieber bekannt. Die sich bildenden Quaddeln können einen Durchmesser von mehreren Zentimetern annehmen. Normalerweise verschwinden sie am Folgetag der allergischen Reaktion. Auch die Einnahme von Antihistaminika hilft bei der Rückbildung.

Der Ausschlag kann auch unter Umständen dauerhaft bleiben. Menschen, die starkem Stress ausgesetzt sind, oder eine unentdeckte Allergie auf Lebensmittel oder Katzen- und Hunde haben, leiden an chronischer Nesselsucht. Weitere Ursachen einer chronischen Nesselsucht sind eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Medikamenten oder Kälte [12].

Gut zu wissen: Brennnesseln
Als Kind waren Brennnesseln die größte Plage, wenn man beim Spielen mit ihnen in Kontakt gekommen ist. Die Haut beginnt sofort zu brennen, zu jucken und sich zu röten. Brennnesseln enthalten nämlich viel Histamin
, welches diese Beschwerden hervorruft. Eine Nesselsucht können Sie sich daher wie die von Brennnesseln ausgelösten Hautreizungen vorstellen.

Wie lange dauern die Symptome einer Katzen- und Hundeallergie an?

Treten Beschwerden auf, können sie wenige Stunden oder bis zum Folgetag andauern. Wenn eine Tierhaarallergie auf langer Sicht nicht behandelt wird oder unentdeckt bleibt, kann dies zu chronischem Asthma und chronischem Schnupfen führen. Da in der heutigen Zeit Allergien zunehmen, stellen unbehandelte Tierhaarallergien einen Hauptrisikofaktor in der Entwicklung dieser Erkrankungen dar [13].

Tierhaarallergie - Therapie

Wenn bei Ihnen eine Tierhaarallergie festgestellt worden ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Therapiemöglichkeiten sprechen. Eine Tierhaarallergie stellt mit der richtigen Behandlung kein Hindernis im Alltag dar. Wenn Sie unsere folgenden Tipps befolgen, können Sie auch weiterhin Ihr Haustier halten.

Die Therapie von Hunde- und Katzenallergie verläuft in drei Schritten, um das Optimale für Ihre Gesundheit zu bieten:

  1. Diagnose einer Tierhaarallergie durch einen Arzt oder Messung über den cerascreen® Tierhaarallergie Test, Hundeallergie Test oder Katzenallergie Test
  2. Beschwerden behandeln und lindern
  3. Kontakt zu Auslöser meiden bzw. reduzieren

4 Bausteine der Tierhaarallergie-Therapie

Wie behandle ich eine Tierhaarallergie?

Nach der Feststellung einer Allergie auf Hunde oder Katzen können Sie die Beschwerden mit Medikamenten lindern. Eine Hyposensibilisierung bei einem Allergologen kann Ihre Allergie eventuell stark lindern. Jedoch ist der Erfolg dieser populären Therapie nicht immer gegeben.

Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente wie Nasensprays verschreiben, die Antihistaminika oder den Wirkstoff Kortison enthalten. Diese beiden wirken dem allergischen Schnupfen effektiv entgegen. Jedoch ist von einer Langzeitanwendung abzuraten, da diese entweder zu körperlichen Beschwerden führt oder an Wirkung verliert. Sie können auch mit einer Salzwasserlösung Ihre Nase spülen, um sie von Sekret zu befreien und frei atmen zu können. Auch eine Akupunktur bei einem geschulten Therapeuten kann den allergischen Schnupfen verbessern [10, 16, 17].

Achtung: Sollten Sie an einer Tierhaarallergie leiden, sollten Sie auch Kleidung, Teppiche, Kosmetikpinsel, die aus Tierhaaren hergestellt sind, meiden [2]!

Desensibilisierung / Hyposensibilisierung

Diese spezifische Immuntherapie soll Tierliebhabern helfen, eventuell doch nicht Ihre Haustiere abzugeben. Während dieser Behandlung müssen Sie das Allergen in sehr kleinen Mengen über einen langen Zeitraum einnehmen. Sie findet ausschließlich unter ärztlicher Beobachtung statt. Währenddessen führt Ihnen der Arzt das Allergen in einer Spritze zu oder Sie nehmen es über Tabletten ein. Das Ziel dieser Therapie ist es, dass sich der Körper an das Allergen gewöhnt und die Symptome reduziert oder diese bestenfalls ausbleiben. Ob sich eine Desensibilisierung als Erfolg erweist, lässt sich nicht klar vorhersagen. Einer Studie zufolge empfiehlt sich eine Desensibilisierung hauptsächlich für Menschen, die keine Haustiere halten und nur außerhalb ihres Zuhauses mit den Allergenen in Kontakt kommen, beispielsweise für Tierärzte. Wichtig zu wissen ist, dass bei einer spezifischen Immuntherapie starke Beschwerden auftreten können [1, 18].

Allergiker-Tiere – Gibt es Hunde- und Katzenrassen, die keine Allergien auslösen?

Die Züchtung sogenannter hypoallergener Tiere ermöglicht es Hunde- und Katzenallergikern, doch noch einen kleinen Vierbeiner in den eigenen vier Wänden halten zu können. Allergiker-Tiere werden so gezüchtet, dass sie keine Haare verlieren, um die Verbreitung der Allergene zu verhindern. Allerdings reduziert dies nicht das Auftreten allergischer Reaktionen. Einerseits können die Allergene nur in einem sehr geringen Maß herausgezüchtet werden und andererseits kommen sie dennoch auf der Haut des Tieres vor. Auch haarlose Katzen wie die Nacktkatze lösen Allergien aus, da sich die Allergene auf ihrer Haut, im Speichel, Urin und Kot befinden. In einer Studie konnten Forscher messen, dass sich die Menge von Hundeallergenen bei hypoallergenen Hunden nicht von der bei „normalen“ Hunden unterscheidet. Ob Allergiker an Beschwerden leiden, wenn sie ein Allergiker-Tier halten, ist individuell verschieden [10, 14, 19].

Trotz Tierhaarallergie ein Tier halten?

Sich vom Tier zu trennen, ist die sicherste Methode, um Allergene aus der unmittelbaren Umgebung zu entfernen. Jedoch ist sie auch die schwierigste. Bleibt der treue Vierbeiner bei Ihnen zu Hause, müssen Sie viele Regeln für allergiefreundliches Zusammenleben beachten [10].

10 Tipps um ein Tier halten zu können trotz einer Tierhaarallergie

Tierhaarallergie-Test

Kommen Ihnen die genannten Symptome bekannt vor, sollten Sie prüfen, ob Sie an einer Tierhaarallergie leiden. Aber eine juckende Haut und eine triefende Nase sprechen nicht gleich für eine Tierhaarallergie. Da die Beschwerden auch einer Nahrungsmittelallergie oder auch -unverträglichkeit ähneln, bedarf es einer genaueren Untersuchung. Ebenso sollte ein Schnupfen nicht gleich Panik vor den Vierbeinern auslösen. Im Fell der Tiere können sich auch Pollen verstecken, auf die Sie allergisch reagieren können. Ein Besuch beim Hausarzt, Allergologen oder ein Tierhaarallergie-Test aus dem Internet können Ihnen Abhilfe schaffen [14]!

Wie testet ein Arzt eine Tierhaar-Allergie?

Zunächst führt der Mediziner ein Anamnesegespräch, in welchem er mit Ihnen die Symptome und mögliche Auslöser klärt. Mit einem Haut- oder Bluttest sichert er die Diagnose ab. Neben diesen beiden Methoden bietet sich ebenfalls der sogenannte Provokationstest an. Dieser gilt wie bei einer Lebensmittelallergie als aussagekräftigste Variante, um eine Allergie zu diagnostizieren [10].

Der cerascreen® Tierhaarallergie Test

Tierhaarallergie TestMit Hilfe des cerascreen® Tierhaarallergie Test können Sie testen, ob Sie an einer Allergie gegen Hunde und Katzen leiden. Bei diesem Testverfahren wird die IgE-Konzentration in Ihrem Blut gemessen. Es wird geprüft, ob eine Allergie gegen die Hautschuppen von Hunden und/oder dem Deckgewebe von Katzen vorliegt. Neben dem Ergebnis erhalten Sie einen umfangreichen Ergebnisbericht mit wertvollen Gesundheitstipps rund um das Thema Tierhaarallergie. Bestellen Sie diesen Allergietest online, wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Tierhaarallergie besteht.

Mit dem cerascreen® Hundeallergie Test und dem cerascreen® Katzenallergie Test können Sie sich andernfalls nur auf ein Tier testen lassen.

Zusammenfassung

  • Bei einer Tierhaarallergie wie der Hunde- und Katzenallergie reagiert man nicht auf die Haare allergisch, sondern auf Allergene, die sich auf der Haut und im Fell des Tieres befinden.
  • Die Wahrscheinlichkeit eine Katzenhaarallergie zu entwickeln ist höher als die, eine Hundehaarallergie zu entwickeln.
  • Katzenallergene schweben länger und verbreiten sich stärker in der Luft als Hundeallergene.
  • Die genetische Veranlagung und eine zu sterile Umgebung können die Entwicklung einer Allergie begünstigen.
  • Juckreiz, Nesselsucht, Schnupfen, Niesen und Husten sind typische Symptome einer Tierhaarallergie.
  • Wird eine Tierhaarallergie nicht behandelt oder nicht erkannt, kann sie zu chronischem Asthma oder chronischem Schnupfen führen.
  • Die Symptome einer Tierhaarallergie sind identisch mit denen einer Pollenallergie. Statt auf die Tierallergene kann man eventuell auf Blütenpollen im Fell des Tieres reagieren.
  • Mit einem Blut-, Prick- oder Provokationstest lässt sich eine Tierhaarallergie diagnostizieren. Die höchste Aussagekraft besitzt der Provokationstest.
  • Nasensprays, die Antihistaminika und Kortison enthalten, helfen beim allergischem Schnupfen. Aber bei einer Langzeitanwendung verlieren sie an Wirkung.
  • Die effektivste Methode bei einer Hunde- und Katzenallergie ist es, das Tier abzugeben. Aber mit der richtigen Raumhygiene ist ein allergiefreundliches Miteinander möglich.

Quellenangaben

  1. Tierhaarallergie, https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/tierhaarallergie/
  2. Tierhaarallergie: DAAB, https://www.daab.de/allergien/tierhaarallergie/
  3. Tierhaarallergie: Infos | AOK – Die Gesundheitskasse, https://rh.aok.de/inhalt/tierhaarallergie-9/
  4. Gerald Rimbach, Jennifer Nagursky, Helmut F. Erbersdobler: Lebensmittel-Warenkunde für Einsteiger. Springer-Verlag
  5. Polovic, N., Wadén, K., Binnmyr, J., Hamsten, C., Grönneberg, R., Palmberg, C., Milcic-Matic, N., Bergman, T., Grönlund, H., van Hage, M.: Dog saliva - an important source of dog allergens. Allergy. 68, 585–592 (2013). doi:10.1111/all.12130
  6. Reuter, W.: Uns geht’s gut - Umwelt- und Gesundheitsschutz im Kinderzimmer, https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Verbraucherschutz/vz-nrw-Broschuere-Unsgehtsgut.pdf?__blob=publicationFile
  7. Allergies in Children | Cleveland Clinic Children’s, https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/13080-allergies-in-children
  8. Asthma and Atopy in Rural Children: Is Farming Protective?, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1069066/
  9. Tun, H.M., Konya, T., Takaro, T.K., Brook, J.R., Chari, R., Field, C.J., Guttman, D.S., Becker, A.B., Mandhane, P.J., Turvey, S.E., Subbarao, P., Sears, M.R., Scott, J.A., Kozyrskyj, A.L.: Exposure to household furry pets influences the gut microbiota of infants at 3–4 months following various birth scenarios. Microbiome. 5, 40 (2017). doi:10.1186/s40168-017-0254-x
  10. Pet Allergy, https://acaai.org/allergies/types/pet-allergy
  11. Pschyrembel Online | Anaphylaxie, https://www.pschyrembel.de/Anaphylaxie/K02B3/doc/
  12. Pschyrembel Online | Urtikaria, https://www.pschyrembel.de/Urtikaria/K0NEC
  13. Konradsen, J.R., Fujisawa, T., van Hage, M., Hedlin, G., Hilger, C., Kleine-Tebbe, J., Matsui, E.C., Roberts, G., Rönmark, E., Platts-Mills, T.A.E.: Allergy to furry animals: New insights, diagnostic approaches, and challenges. J. Allergy Clin. Immunol. 135, 616–625 (2015). doi:10.1016/j.jaci.2014.08.026
  14. Pet Allergy | AAAAI, https://www.aaaai.org/conditions-and-treatments/allergies/pet-allergy
  15. Allergy Testing, https://acaai.org/allergies/treatment/allergy-testing
  16. Pet allergy - Diagnosis and treatment - Mayo Clinic, https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/pet-allergy/diagnosis-treatment/drc-20352198
  17. Feng, S., Han, M., Fan, Y., Yang, G., Liao, Z., Liao, W., Li, H.: Acupuncture for the treatment of allergic rhinitis: a systematic review and meta-analysis. Am. J. Rhinol. Allergy. 29, 57–62 (2015). doi:10.2500/ajra.2015.29.4116
  18. Alvarez-Cuesta, E., Bousquet, J., Canonica, G.W., Durham, S.R., Malling, H.-J., Valovirta, E., EAACI, Immunotherapy Task Force: Standards for practical allergen-specific immunotherapy. Allergy. 61 Suppl 82, 1–20 (2006). doi:10.1111/j.1398-9995.2006.01219_1.x
  19. Nicholas, C.E., Wegienka, G.R., Havstad, S.L., Zoratti, E.M., Ownby, D.R., Johnson, C.C.: Dog allergen levels in homes with hypoallergenic compared with nonhypoallergenic dogs. Am. J. Rhinol. Allergy. 25, 252–256 (2011). doi:10.2500/ajra.2011.25.3606