Leaky Gut: Was passiert bei durchlässigem Darm?


Führt eine durchlässige Darmbarriere zu Beschwerden? Oder ist der sogenannte Leaky Gut ein Symptom von Darmerkrankungen? Darüber wird in der Wissenschaft diskutiert. Klar ist, dass ein Leaky Gut gleichzeitig mit bestimmten Krankheiten wie Zöliakie, Diabetes Typ 1 und entzündlichen Darmerkrankungen auftritt.

Ganze 400 Quadratmeter misst die Darmwand eines Menschen im Schnitt. Doch diese 400 Quadratmeter sind nicht einfach nur eine Wand. Sie sind Teil unserer Darmbarriere, die mit ausgeklügelten Mechanismen dafür sorgt, dass bestimmte Stoffe in den Körper gelangen und andere nicht. Sind bestimmte Schutzmechanismen in der Darmschleimhaut gestört, sprechen Fachleute von einem durchlässigen Darm, auf Englisch Leaky Gut

Lesen Sie in diesem Artikel, wie Ihre Darmbarriere funktioniert, was hinter dem Begriff Leaky Gut steht, welche Messwerte damit in Verbindung gebracht werden und wie Sie selbst dazu beitragen können, Ihre Darmbarriere und Ihre Darmflora zu stärken.

Was ist die Darmbarriere?

Im Darm sitzen 80 Prozent Ihres Immunsystems. Das ist kein Wunder: Der Verdauungstrakt ist die Pforte, durch die zahlreiche Stoffe in Ihren Körper gelangen. Dazu gehören Nährstoffe, die Sie zum Überleben brauchen, aber auch Krankheitserreger und Giftstoffe.

Unsere Darmbarriere hat die schwierige Aufgabe, sicherzustellen, dass möglichst nur die gesunden Stoffe vom Darm in den restlichen Körper gelangen. Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe zum Beispiel sollen durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf kommen, von wo aus sie sich im Körper verteilen.

Krankheitserreger und Giftstoffe wiederum muss die Darmbarriere fernhalten. Dazu gehören auch die „schlechten“ Darmbakterien, die einen Teil unserer Darmflora ausmachen und krankheitserregend sein können.

Deswegen verfügt Ihr Körper über ein komplexes System aus Schutzmechanismen im Darm. Diese Mechanismen bilden zusammengenommen die Darmbarriere. Dazu gehören unter anderem physische Barrieren, die Stoffen den Weg versperren, und immunologische Barrieren, deren Abwehrzellen Krankheitserreger bekämpfen [1,2].

Physische Barriere: Tight Junctions in der Darmschleimhaut

Krankheitserreger und Giftstoffe sind häufig winzig klein. So klein, dass sie zwischen einzelnen Zellen Ihres Körpers hindurch schlüpfen können. Zwischen den Zellen Ihrer Darmschleimhaut befinden sich deswegen im wahrsten Sinne des Wortes Barrieren. Die sogenannten Tight Junctions (Englisch für: „schmale Durchgänge“) können Sie sich wie Schranken vorstellen: Sie lassen selbst kleinste Lebewesen wie Bakterien nicht passieren, können aber geöffnet werden, um zum Beispiel bestimmte Nährstoffe hindurch zu lassen [1].

Infografik: Was mit der Darmbarriere bei Leaky Gut passiert

Welche Rolle spielt Zonulin?

Der wichtigste Hebel für diese Schranken heisst Zonulin. Dieses Protein spielt nachgewiesenermassen eine Rolle für die Funktion der Tight Junctions und die Durchlässigkeit der Darmbarriere. Kursiert viel Zonulin im Darm, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Darmbarriere durchlässiger ist als sie sollte. Deswegen wird Zonulin auch als Messwert für einen Leaky Gut herangezogen [2,3].

Das Immunsystem im Darm

Hinter der Darmschleimhaut gibt es eine letzte Verteidigungslinie der Darmbarriere, bevor Stoffe in den Blutkreislauf gelangen können: das sogenannte Darm-assoziierte Immunsystem. Die Immunzellen, die sich hier befinden, leiten Abwehrreaktionen ein, um unerwünschte Eindringlinge abzuwehren. Die damit einhergehenden Entzündungen bedeuten aber auch Stress für Ihren Körper [1].

Zu den Bausteinen der Darmbarriere, die hier aktiv werden, gehören auch noch einige weitere wichtige Stoffe. Die drei Parameter Alpha-1-Antitrypsin, Beta-Defensin 2 und das sekretorische Immunglobulin A (sIgA) werden neben Zonulin häufig gemessen, wenn es um den Zustand der Darmbarriere geht. Mehr über diese drei Messwerte erfahren Sie weiter unten im Kapitel „Wie wird ein Leaky Gut festgestellt?“.

Was bedeutet Leaky Gut?

Leaky Gut (Englisch für „durchlässiger Darm“) beschreibt zunächst einmal nur einen Zustand: Der Darm ist durchlässiger für unerwünschte Stoffe als er sein sollte. Die meisten Fachleute beziehen sich bei dieser Durchlässigkeit auf die Darmschleimhaut und ihre Tight Junctions. Stehen zu viele dieser „Schranken“ in der Darmwand offen, ist von einem Leaky Gut die Rede.

Eine zu durchlässige Darmbarriere kann verschiedene Folgen haben [4,5]:

  • Die Immunzellen, die hinter der Darmschleimhaut sitzen, werden aktiv und lösen Entzündungen aus. Die Folge der Entzündungen können Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen sein.
  • Krankheitserreger und Giftstoffe gelangen in den Blutkreislauf und verursachen dort Probleme.
  • Ein durchlässiger Darm wirkt sich auch auf die Darmflora aus und kann zu einem Ungleichgewicht der Darmbakterien beitragen.

Tipp: Lesen Sie in unserem Gesundheitsportal alles über die Darmflora – inklusive Tipps, wie Sie Ihre Darmgesundheit verbessern. Ein weiterer Artikel informiert Sie im Detail über Laktobazillen und Bifidobakterien, die zu den „guten“ Darmbakterien gehören.

Welche Krankheiten werden mit Leaky Gut in Verbindung gebracht?

Die erhöhte Durchlässigkeit des Darms und hohe Zonulin-Werte wurden bei einer Reihe von Krankheiten beobachtet, die mit Entzündungen im Darm zusammenhängen, vor allem [6]:

  • Entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa
  • Zöliakie
  • Reizdarmsyndrom

Es ist allerdings noch nicht klar, ob diese Erkrankungen eine Folge des Leaky Gut sein könnten, ob anders herum ein Leaky Gut als Symptom der Krankheiten entsteht oder ob ein durchlässiger Darm unter Umständen eine normale Erscheinung bei manchen Menschen sein könnte. Bislang kommen viele der Erkenntnisse zum Thema noch aus Tierstudien oder zeigen nur blosse Zusammenhänge auf. Die Verkettungen von Ursache und Wirkung müssen erst noch erforscht werden [2].

Unter Fachleuten gibt es ausserdem Diskussionen, wie ein Leaky Gut mit entzündlichen Erkrankungen und Infektionen in anderen Körperregionen zusammenhängen könnte. Dazu gehören Diabetes Typ I, HIV, Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis [6].

Welche Symptome werden mit Leaky Gut in Verbindung gebracht?

Menschen, die einen durchlässigen Darm haben, berichteten von verschiedenen Symptomen, unter anderem:

  • Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Infektanfälligkeit
  • Hautprobleme

Studien, die diese Beschwerden mit einem Leaky Gut in Verbindung bringen, gibt es allerdings nicht. Ob die Symptome direkt mit dem durchlässigen Darm zusammenhängen oder in der Regel andere Ursachen haben, ist ebenfalls wissenschaftlich nicht geklärt. Häufig leiden Betroffene aber schon lange unter den Beschwerden und konnten die Gründe nicht ausfindig machen.

Foto: Frau liegt mit Bauchschmerzen auf dem Sofa

Was sind die Ursachen eines Leaky Gut?

Es gibt verschiedene Theorien dafür, wie ein Leaky Gut entstehen könnte, wenn er nicht die Folge einer bestimmten Krankheit ist:

Einige Fachleute vermuten, dass Lebensstil-Faktoren zu einem durchlässigen Darm beitragen können. Alkohol zum Beispiel kann die Darmwand direkt beschädigen. Auch der westliche Ernährungsstil mit viel Fett und raffiniertem Zucker wirkt sich negativ auf die Darmflora aus. Einige Studien befassten sich unter anderem mit fettreicher Ernährung, die Entzündungen fördern und die Darmdurchlässigkeit erhöhen könnte [7].

Diese Faktoren beeinflussen auch alle Ihre Darmflora – und auf diesem Wege wahrscheinlich auch die Durchlässigkeit des Darms. Wie wir Menschen uns ernähren beeinflusst die Zusammensetzung der Darmbakterien, die wiederum Auswirkungen auf die Darmbarriere haben kann [1,8].

Einer Theorie zufolge können auch Krankheitserreger eine Rolle spielen, vor allem Bakterien, die Durchfallerkrankungen auslösen. Helicobacter pylori, E. Coli und andere Erreger solcher Krankheiten scheinen auch die Funktion der Tight Junctions zu stören [4].

Verursacht ein Leaky Gut Lebensmittelunverträglichkeiten?

Ein durchlässiger Darm wurde ebenfalls in Verbindung mit Lebensmittelunverträglichkeiten beobachtet, speziell der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), der Histaminintoleranz und der Laktoseintoleranz.

Bei einer Zöliakie beispielsweise entstehen bestimmte Antikörper, wenn der Weizenkleber Gluten in den Darm gelangt. Darauf folgen eine Autoimmunreaktion und Entzündungen an der Darmschleimhaut [3].

Es kann aber in all diesen Fällen auch anders herum sein: Die Schäden, die durch Unverträglichkeiten in der Darmwand entstehen, könnten die Darmbarriere erst durchlässig machen.

Tipp: Lesen Sie in unserem Gesundheitsportal alles über Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten. 

Gibt es das Leaky-Gut-Syndrom?

Einer Theorie zufolge sorgt der Leaky Gut mit seinen Entzündungen dafür, dass es zu Immunreaktionen im ganzen Körper kommen kann, die Beschwerden und Krankheiten auslösen [9].

Nach dem jetzigen Stand der Forschung konnte aber noch kein klar abgrenzbares Leaky-Gut-Syndrom beobachtet werden.

Klar ist, dass ein durchlässiger Darm und erhöhte Zonulin-Werte bei bestimmten Erkrankungen beobachtet wurden. Doch was Ursache ist und was Effekt, ist in vielen Fällen noch ungeklärt [10].

Leaky Gut: Symptom oder Ursache?

Eine Diskussion unter Forschenden dreht sich deswegen derzeit um die Frage: Ist Leaky Gut immer ein Symptom einer anderen Erkrankung? Kann es auch für sich genommen ein Krankheitsbild darstellen, das sich dann als Leaky-Gut-Syndrom bezeichnen liesse? Oder ist es einfach etwas, das im Körper passiert und keinen Krankheitswert hat?

Im Moment fehlen noch Daten aus klinischen Studien, also Studien an Menschen, um diese Frage endgültig beantworten zu können. Die meisten Erkenntnisse stammen bislang aus Tierstudien und Laborversuchen. Es ist noch nicht klar, inwiefern sie sich auf Menschen übertragen lassen [4,6].

Gut zu wissen: Einige Fachleute, etwa der amerikanische Gastroenterologe Alessio Fasano, glauben sogar, dass ein Leaky Gut die Ursache für Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1 und Zöliakie sein könnte. Fasano hofft, dass wir diese Erkrankungen möglicherweise in Zukunft über die Darmbarriere behandeln könnten. Hinweise darauf gab es bislang in Tierstudien [3,11].

Wie wird ein Leaky Gut festgestellt?

Die gängigste Methode, um die Durchlässigkeit des Darms zu überprüfen, ist eine Messung des Proteins Zonulin. Zonulin steuert die Tight Junctions, die als Schranken in der Darmschleimhaut funktionieren und massgeblich für einen Leaky Gut sind [10].

Zonulin messen

Das Zonulin können medizinische Labore unter anderem in Stuhlproben messen. Ist dieser Wert erhöht, ist das ein Hinweis auf einen Leaky Gut: Viel Zonulin, das die Tight Junctions öffnet, kann bedeuten, dass zu viele Krankheitserreger und Giftstoffe durch die Barriere gelangen.

Weitere Messwerte bei Leaky Gut

Zusätzlich werden häufig noch andere Parameter erhoben, die einen genaueren Blick auf den Zustand der Darmbarriere geben [12,13]:

  • Alpha-1-Antitrypsin wird gebildet, um Körpergewebe vor Schäden durch Entzündungen zu schützen. Bei Krankheiten wie Zöliakie und Morbus Crohn kursiert meist auffällig viel Alpha-1-Antitrypsin im Darm.
  • Beta-Defensin 2 ist ein Abwehrstoff des Immunsystems, der in der Darmschleimhaut ausgeschüttet wird um unter anderem Pilze und Bakterien abzuwehren. Bei einer durchlässigen Darmbarriere und bei Morbus Crohn wurden häufig niedrige Werte des Beta-Defensins 2 festgestellt, bei akuten Schleimhautentzündungen und Colitis Ulcerosa wiederum erhöhte Werte.
  • Das sekretorische Immunglobulin A (sIgA) ist ein Antikörper, der in der Darmschleimhaut sitzt und dort vor allem gegen Toxine und Viren ankämpft. Bei Entzündungen im Darm sind seine Werte oft erhöht, bei Allergien und Autoimmunerkrankungen sind die Werte oft niedrig.

Was tun gegen einen Leaky Gut?

Da es in der Wissenschaft kein klar definiertes Leaky-Gut-Syndrom gibt, gibt es auch keine einheitlichen Behandlungsempfehlungen gegen einen durchlässigen Darm. Hängt der Leaky Gut mit einer bestimmten Krankheit zusammen, etwa mit einer entzündlichen Darmerkrankung oder einer Zöliakie, sollten Sie diese Krankheit behandeln lassen. Es gibt Hinweise darauf, dass sich die Durchlässigkeit der Darmbarriere beheben lässt, wenn zugrundeliegende Erkrankungen kuriert werden [6].

Die Forschung der letzten Jahre weist aber auch darauf hin, dass die Durchlässigkeit der Darmbarriere eng mit der Darmflora zusammenhängt. Dementsprechend könnte eine gesunde Balance der Darmbakterien unter Umständen dazu beitragen, einen Leaky Gut zu vermeiden oder zu verbessern. Ein genauer Zusammenhang ist hier nicht erwiesen – doch Massnahmen, die Ihre Darmflora stärken, können auch Ihre generelle Darmgesundheit fördern [5].

Ernährung und Lebensstil

Das bedeutet: Was gut für die Darmflora ist, scheint auch gut für die Darmbarriere zu sein. Wenn Sie Ihre „guten“ Darmbakterien unterstützen wollen, kann die richtige Ernährung ein guter erster Schritt sein.

Infografik: Gesunde Lebensmittel im Umriss des Darms

Vor allem Ballaststoffe gelten als geeignetes Futter für gesundheitsförderliche Darmbakterien und sollen so die Darmgesundheit positiv beeinflussen. Ballaststoffe stecken unter anderem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, frischem Obst und Gemüse.

Zu viel Zucker, Fett und stark verarbeitete Fertigprodukte wiederum können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen, weil sie die „schlechten“ Bakterien fördern [14].

Weitere Tipps für eine gesunde Darmflora:

  • Regelmässige Bewegung
  • Nicht rauchen
  • Stress reduzieren, zum Beispiel gezielt mit Entspannungstechniken

Probiotika und Präbiotika

Auch Probiotika könnten sich auf die Durchlässigkeit des Darms auswirken. Probiotika sind Präparate mit lebenden Bakterien, die Ihrer Darmflora zugutekommen können. In einigen Studien schienen Probiotika den Darm weniger durchlässig zu machen – möglicherweise helfen die richtigen Darmbakterien dabei, die Darmbarriere in der Darmschleimhaut zu stärken.

Präbiotika haben einen ähnlichen Effekt wie Ballaststoffe in der Nahrung: Sie dienen den Darmbakterien als Futter und unterstützen die gesundheitsfördernden Bakterien [5].

Leaky Gut und durchlässiger Darm: Auf einen Blick

Was ist ein Leaky Gut?

Leaky Gut steht für einen durchlässigen Darm. Durchlässig meint in diesem Fall, dass Krankheitserreger und Giftstoffe durch die Barriere der Darmschleimhaut gelangen. Dort treffen sie auf das Darm-assoziierte Immunsystem oder gelangen direkt in den Blutkreislauf.

Wie durchlässig die Darmbarriere ist, hängt von den Tight Junctions ab. Diese funktionieren wie Schranken, die Zwischenräume zwischen den Zellen der Darmschleimhaut für Eindringlinge blockieren.

Wie äussert sich ein Leaky Gut?

Wissenschaftler*innen sind sich nicht einig, ob ein Leaky Gut an sich Beschwerden verursachen kann oder ob er stets nur ein Symptom anderer Erkrankungen ist, zum Beispiel von entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie oder Diabetes Typ I.

Vermutete, aber bislang nicht wissenschaftlich belegte Symptome eines Leaky-Gut-Syndroms sind Verdauungsprobleme wie Blähungen und Durchfall, Erschöpfung, Infektanfälligkeit und Hautprobleme.

Wie stelle ich einen Leaky Gut fest?

Das Protein Zonulin steuert die Tight Junctions der Darmbarriere. Kommt sehr viel Zonulin im Darm vor, ist das ein Hinweis darauf, dass viele der Tight Junctions durchlässig geworden sind und unerwünschte Stoffe die Darmbarriere durchdringen. Deswegen wird der Zonulin-Wert häufig herangezogen, um die Durchlässigkeit des Darms zu überprüfen.

Weitere Parameter, die Labore messen, um den Zustand der Darmbarriere zu erheben, sind Alpha-1-Antitrypsin, Beat-Defensin 2 und das sekretorische Immunglobulin A (sIgA). All diese Stoffe sind daran beteiligt, im Darm gegen Krankheitserreger oder Entzündungen vorzugehen.

Was kann ich gegen einen Leaky Gut tun?

Da es derzeit kein nachgewiesenes Krankheitsbild eines Leaky Guts gibt, lässt sich auch keine einheitliche Therapie dagegen empfehlen. Sie können aber Ihre Darmbarriere unterstützen, indem Sie Ihre Darmflora stärken – beide hängen eng zusammen. Ihre „guten“ Darmbakterien fördern Sie beispielsweise mit einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung und der Einnahme von Probiotika und Präbiotika.

Quellen

[1]        S. C. Bischoff u. a., „Intestinal permeability – a new target for disease prevention and therapy“, BMC Gastroenterol, Bd. 14, Nov. 2014, doi: 10.1186/s12876-014-0189-7.

[2]        M. A. Odenwald und J. R. Turner, „The intestinal epithelial barrier: a therapeutic target?“, Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, Bd. 14, Nr. 1, Art. Nr. 1, Jan. 2017, doi: 10.1038/nrgastro.2016.169.

[3]        A. Fasano, „Zonulin, regulation of tight junctions, and autoimmune diseases“. Juli 2012, [Online]. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3384703/.

[4]        J. König u. a., „Human Intestinal Barrier Function in Health and Disease“. Clinical and Translational Gastroenterology, Okt. 2016, [Online]. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5288588/.

[5]        Q. Mu, J. Kirby, C. M. Reilly, und X. M. Luo, „Leaky Gut As a Danger Signal for Autoimmune Diseases“, Front. Immunol., Bd. 8, 2017, doi: 10.3389/fimmu.2017.00598.

[6]        M. A. Odenwald und J. R. Turner, „Intestinal permeability defects: Is it time to treat?“, Clin Gastroenterol Hepatol, Bd. 11, Nr. 9, S. 1075–1083, Sep. 2013, doi: 10.1016/j.cgh.2013.07.001.

[7]        A. P. B. Moreira, T. F. S. Texeira, A. B. Ferreira, M. do C. G. Peluzio, und R. de C. G. Alfenas, „Influence of a high-fat diet on gut microbiota, intestinal permeability and metabolic endotoxaemia“, Br. J. Nutr., Bd. 108, Nr. 5, S. 801–809, Sep. 2012, doi: 10.1017/S0007114512001213.

[8]        S. C. Bischoff, „‚Gut health‘: a new objective in medicine?“, BMC Med, Bd. 9, S. 24, März 2011, doi: 10.1186/1741-7015-9-24.

[9]        A. Fasano, „Leaky gut and autoimmune diseases“, Clin Rev Allergy Immunol, Bd. 42, Nr. 1, S. 71–78, Feb. 2012, doi: 10.1007/s12016-011-8291-x.

[10]      E. Quigley, „Leaky gut – concept or clinical entity?“, Current Opinion in Gastroenterology, Bd. 32, Nr. 2, S. 74–79, März 2016, doi: 10.1097/MOG.0000000000000243.

[11]      X. Li und M. A. Atkinson, „The Role for Gut Permeability in the Pathogenesis of Type 1 Diabetes – A Solid or Leaky Concept?“, Pediatr Diabetes, Bd. 16, Nr. 7, S. 485–492, Nov. 2015, doi: 10.1111/pedi.12305.

[12]      B. Corthësy, „Secretory immunoglobulin A: well beyond immune exclusion at mucosal surfaces“, Immunopharmacol Immunotoxicol, Bd. 31, Nr. 2, S. 174–179, Juni 2009, doi: 10.1080/08923970802438441.

[13]      J.-M. Schröder und J. Harder, „Human beta-defensin-2“, The International Journal of Biochemistry & Cell Biology, Bd. 31, Nr. 6, S. 645–651, Juni 1999, doi: 10.1016/S1357-2725(99)00013-8.

[14]      Deutsche Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom, „Darmgesundheit – mehr als nur eine gesunde Verdauung. Experten-Komitee definiert fünf Kriterien für ‚Darmgesundheit‘“. http://www.dgmim.de/fileadmin/CONTENT/Darmgesundheit_mehr_als_nur_eine_gute_Verdauung_final.pdf (zugegriffen Mai 09, 2020).

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