Histaminintoleranz


Die Pseudo-Allergie

Ihr Kopf brummt und die Nase läuft - und das nach nur einem Glas Rotwein, einem Salamibrot oder einem Stück Schokolade? Man denkt gleich an eine Allergie. Aber was ist, wenn Sie keine Allergie haben, sondern zu viel Histamin im Körper? Wird der Botenstoff Histamin nicht richtig abgebaut, treten unter anderem Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautjuckreiz und Herzklopfen auf. Man spricht dann von einer Histaminintoleranz. Obwohl die Wirkung des Histamins schon seit 100 Jahren bekannt ist, ist das Krankheitsbild in den Fachkreisen noch umstritten. Die ersten Studien erschienen vor 30 Jahren, als Forscher merkten, dass jegliche Allergietests bei Betroffenen negativ waren. Es wurde schnell gezeigt, dass die Beschwerden durch eine histaminarme Ernährung zurückgingen. Schätzungsweise leiden etwa drei bis vier Prozent der Bevölkerung an den Folgen einer Histaminintoleranz. Mit 80 % sind Frauen die Hauptrisikogruppe, am häufigsten in der Altersklasse von 35 bis 45 Jahren. Im Gegensatz zu einer Allergie ist es gar nicht so einfach, eine Histaminintoleranz festzustellen. Meist kommt die Diagnose, wenn jegliche Allergien bereits ausgeschlossen wurden, was sehr lange dauern kann. Daher untersuchen Forscher, ob das histaminabbauende Enzym einen Hinweis auf die Unverträglichkeit geben kann.

Eins ist klar: Wenn Sie an einer Histaminintoleranz leiden, muss Histamin erst einmal von ihrem Speiseplan gestrichen werden. Haben Sie Ihre Ernährung umgestellt, können Sie histaminhaltige Lebensmittel wieder in kleinen Mengen essen, ohne Beschwerden befürchten zu müssen. Mit Blick auf die aktuelle Forschung klären wir auf, wie eine Histaminintoleranz entsteht, woran Sie sie erkennen und wie Sie einen Restaurantbesuch dennoch problemlos überstehen. Außerdem: Ob eine Histaminintoleranz Migräne auslöst und eine histaminarme Ernährung bei unreiner Haut helfen kann.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein sogenannter Botenstoff, der Informationen zwischen den Zellen weitergibt und verbreitet. Es wird aus einer Aminosäure gebildet, die sowohl vom Körper selbst hergestellt, als auch über die Nahrung aufgenommen wird. Histamin ist vorwiegend bekannt für seine negativen Auswirkungen im Körper, obwohl es als Vermittler einen bedeutenden Anteil für unseren Körper leistet. Zu den Beschwerden kommt es erst dann, wenn es nach der Nutzung durch den Körper nicht vollständig abgebaut werden kann [1].  

Histamin gehört zur Gruppe der biogenen Amine, die in der Natur vorkommen und häufig bei Verderbnis- und Fäulnisprozessen gebildet werden [2].

Welche Funktionen hat Histamin im Körper?

Reize von einem Nerv zum nächsten weiterleiten, Blutgefäße weitstellen sowie die Muskulatur zusammenziehen und wieder entspannen sind einige der vielen nützlichen Funktionen von Histamin. Weiterhin ist es an der Verdauung von Fetten, dem Immunsystem, der Blutbildung, der Wundheilung und der Regulation des Tag-Nacht-Rhythmus beteiligt. Umgekehrt kann Histamin bei genau diesen Aufgaben auch eine negative Auswirkung hervorrufen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Blutdruckschwankungen und Störungen in den Nervenbahnen [1].

Was ist eine Histaminintoleranz?

Bei einer Histaminintoleranz, auch Histaminunverträglichkeit genannt, liegt ein Ungleichgewicht zwischen dem Histamin und zwei Enzymen vor. Normalerweise schüttet der Körper Histamin aus - beispielsweise bei einer Allergie - daraufhin folgen die allergietypischen Symptome und das Histamin wird von den Enzymen Diaminoxidase (DAO) und Histamin-N-Methyltransferase abgebaut. Bei einer Intoleranz ist der letzte Schritt gestört, so dass das Histamin immer noch vorliegt. Werden nun zusätzlich histaminreiche Lebensmittel verzehrt und es kommt zu Beschwerden, spricht man von einer Histaminintoleranz [1].

Wussten Sie, dass die Bezeichnung „Histaminintoleranz“ in Anlehnung an den Begriff Laktoseintoleranz entstanden ist, da auch bei dieser Form der Unverträglichkeit ein Enzymmangel ausschlaggebend ist [3]?

Welche Rolle hat die Diaminoxidase?

Im Zusammenhang mit der Histaminunverträglichkeit fällt oft der Begriff Diaminoxidase, kurz DAO. Es ist das Enzym, welches hauptsächlich das aus der Nahrung aufgenommene Histamin abbaut. Reicht die DAO-Aktivität für den Histaminabbau nicht aus, geht man von einer Histaminintoleranz aus. Daher wird gerade in der Diagnostik dem Enzym viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Histaminintoleranz = Lebensmittelallergie?

Die Histaminintoleranz, ist keine Allergie - dennoch besteht eine hohe Verwechslungsgefahr. Selbst in der Praxis ist es schwierig, sie voneinander zu unterscheiden, gerade weil die Symptome nach dem Verzehr von Lebensmitteln auftreten und dann auch identisch sind mit denen einer Allergie. Umso wichtiger ist es, die Intoleranz klar von der Allergie abzugrenzen [4]. Daher wird die Histaminintoleranz auch Pseudoallergie genannt. Hört der Arzt die Beschwerden, veranlasst er in der Regel erst einen Test auf Lebensmittelallergien, der bei einer Histaminintoleranz negativ ausfällt. Spätestens dann sollten Sie, beziehungsweise Ihr Arzt, auf eine mögliche Histaminintoleranz aufmerksam werden [2].  

Die Therapie beruht auf zwei unterschiedlichen Bausteinen. Bei einer Allergie muss auf die allergieauslösenden Lebensmittel komplett verzichtet werden. Die Histaminintoleranz umfasst einen breiten Pool an Lebensmitteln, die Sie nicht zwangsläufig zu 100 Prozent meiden müssen [5]. Im Kapitel Histaminintoleranz – Therapie finden Sie eine ausführliche Anleitung.

Doch was ist, wenn Sie sowohl an einer Allergie als auch an einer Histaminunverträglichkeit leiden?

Dass dies gar nicht so selten vorkommt, zeigte eine Untersuchung des Allergiezentrums in Wien: Unter den 500 Teilnehmern, die wegen Atemwegsbeschwerden in die Praxis kamen, gaben 30 Prozent an, auch an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu leiden. Von diesen 30 Prozent hatte fast die Hälfte eine Histaminintoleranz [6].

Wie unangenehm und belastend das für Betroffene sein kann, erklärt sich quasi von selbst, wenn man sich den Ablauf einer Allergie und einer Unverträglichkeit vor Augen hält: Bei einer Allergie wird immer Histamin freigesetzt, woraufhin dann die Symptome folgen. Wegen der Unverträglichkeiten können Sie dann das vorhandene Histamin nicht abbauen - starke Beschwerden sind die Folge [6].

Für alle Pollenallergiker: Der leitende Professor des Allergiezentrums in Wien empfiehlt „während der Allergiesaison eine histaminfreie Diät einzuhalten, um den Histaminspiegel so niedrig wie möglich und die Symptome so schwach wie möglich zu halten“ [6].

Histaminintoleranz – Symptome

Wie macht sich eine Histaminintoleranz bemerkbar?

Die Symptome einer Histaminintoleranz sind sehr vielfältig und erinnern zunächst an eine allergische Reaktion. Das macht es nicht einfach, die Intoleranz zu erkennen. Klar ist: Beschwerden treten erst dann auf, wenn Sie Lebensmittel mit hohem Histamingehalt zu sich nehmen - meist unmittelbar bis zu etwa zwei Stunden nach dem Verzehr. Unter Umständen dauern sie bis zu einem halben Tag oder länger an [1, 2].

Gut zu wissen: Menschen mit Intoleranzen reagieren oft, aber charakteristischerweise nicht immer mit ein und demselben Krankheitszeichen. Das bedeutet, dass Sie nicht alle der unten aufgeführten Symptomen haben müssen, sondern nur eines bei Ihnen auftreten kann [1, 2].

Nachfolgend haben wir Ihnen die bei einer Intoleranz am häufigsten beschriebenen Symptome zusammengetragen. Da das Histamin an Ort und Stelle des Geschehens wirkt, haben wir die Symptome nach den Körperregionen sortiert aufgelistet [1].

Körperregion

Symptome

Haut

Rötung, Juckreiz, Schwellungen

Magen-Darm-Trakt

Krämpfe, Blutungen, Durchfall,

Lunge und Atemwege

Husten, Asthma, Verkrampfungen, laufende Nase, Schluckbeschwerden

Herz-Kreislauf-System

Blutdruckveränderungen, Herzklopfen, Herz-Rhythmus-Störungen, Bewusstlosigkeit

Nerven-System

Kopfschmerzen (u. a. Migräne), Schwindel,


Bitte beachten Sie, dass die Stärke der Reaktion von der persönlichen Histamin-Verträglichkeit abhängt. Je geringer Ihre Aktivität des abbauenden DAO-Enzyms ist, desto früher treten Beschwerden ein - und das bereits schon bei geringen Mengen. In Fachkreisen bezeichnet man diese Grenze auch als individuelle Toleranzschwelle [4].

Warum treten die Symptome in unregelmäßigen Abständen auf?

Körperliche Anstrengung, Stress, Kälte, Hitze, Infekte, Medikamente oder Alkohol können die Auswirkungen von Symptomen verschieben. Sie sind häufig der Grund dafür, dass nach dem Genuss der gleichen Speisen nicht immer Symptome auftreten. Wer das nicht weiß, schränkt seine Lebensmittelauswahl meistens noch mehr ein. Frauen sollten wissen, dass die Beschwerden sich vor der Menstruation oftmals verschlechtern.

Histaminintoleranz – Ursachen

Das Krankheitsbild der Histaminintoleranz ist schon seit beinahe 30 Jahren beschrieben und trotz allem besteht noch immer Aufklärungsbedarf in vielen Bereichen - so auch in der Ursachenforschung. Bislang fehlt aus wissenschaftlicher Sicht der endgültige Beweis, dass die Ursache der Histaminintoleranz ein Enzym- bzw. Enzymaktivitätsmangel ist. Gerade diese Unklarheit veranlasst viele Kritiker die Unverträglichkeit als reine Fiktion anzusehen [7].

Gut zu wissen: Wir vertragen alle nur eine bestimme Menge an Histamin! Laut Studien verträgt der gesunde Mensch höchstens 100 mg Histamin. Das kann beispielsweise bei verdorbenem Fisch der Fall sein. Überschreiten wir diese Schwelle, spricht man schon von einer Vergiftung. Bei einer Histaminintoleranz reagieren Sie unterhalb der Vergiftungsdosis und geringe Mengen verursachen bereits Symptome [8, 9].

Was sind die Ursachen einer Histaminintoleranz?

Die Hauptursache der Histaminintoleranz ist das zuvor beschriebene Ungleichgewicht zwischen dem anfallenden Histamin und der fehlenden Kapazität, es abzubauen. Dafür gibt es zwei Erklärungsansätze [10]:

  1. durch vermehrt anfallendes Histamin, z.B. durch eine Überproduktion (aufgrund von Allergien, Bakterien oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich) oder die Aufnahme von Histamin, Histidin oder andere biogene Amine (bspw. in Form von Lebensmitteln oder Alkohol)
  2. zu wenig beziehungsweise nur die inaktive Form des Enzyms DAO ist vorhanden

Das Endresultat beider Erklärungen ist identisch: im Körper ist zu viel Histamin. Man spricht hier von einer erworbenen Intoleranz. Sehr selten ist die Störung des Histamin-Abbaus angeboren [2].

Wie kommt es zum Enzym-Mangel?

  • chronische Belastung des Darms
  • Vitamin- und Zinkmangel
  • Medikamente und Alkohol

Chronische Belastung des Darms

Personen mit einem Reizdarmsyndrom, einer Gastritis, Morbus Crohn oder Magen-Darmgeschwüren sind besonders häufig von einer Histaminintoleranz betroffen. Der Grund sind die dauerhaften Entzündungen im Darm, die zu Veränderungen der Darmschleimhaut führen können. Genau dort werden jedoch die Enzyme produziert. Ist die Darmschleimhaut also tatsächlich geschädigt, wird das Enzym DAO unter Umständen nicht mehr in ausreichender Menge produziert, um das Histamin abbauen zu können [2].

Vitaminmangel und Zink

Ein Vitaminmangel, besonders von Vitamin B6 und C, steht eng mit einem erhöhten Histamin-Spiegel in Zusammenhang. Beide Vitamine sind für eine optimale Arbeitsweise der DAO-Enzyme entscheidend. Ein weiterer Mitspieler ist Zink. Es ist eher im Hintergrund beteiligt, aber nicht weniger relevant, denn ein Zinkmangel bedeutet auch eine fehlende Aktivierung von Vitamin B6. Daraus lässt sich ableiten, dass als Teil der Therapie auch der Vitamin- und Zinkstatus überprüft werden sollte [2].

Medikamente und Alkohol

Weitere mögliche Ursachen für eine erworbene Histaminintoleranz können Medikamente und Alkohol sein - sie hemmen die Enzym-Aktivität. Medikamente mit Wirkstoffen aus der folgenden Liste beeinflussen den Histaminabbau negativ. Das sind z.B. [2]:

  • Acetylcystein (kurz: ACC), Ambroxol (in Mucosolvan®), Aminophyllin (bei Asthma), Amitriptylin (bei Depressionen)
  • Chloroquin (bei Malaria), Isoniazid (Antibiotikum)
  • Metamizol (bei Koliken), Metoclopramid (bei Übelkeit), Propafenon (bei Herzrhythmusstörungen), Verapamil (bei koronaren Herzkrankheiten)

Gut zu wissen: Wenn Sie eines der Medikamente regelmäßig einnehmen und besonders nach dem Essen Beschwerden auftreten, sollten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Eventuell reicht für eine Beschwerdefreiheit schon ein Medikamentenwechsel aus!

Kurz und knapp: Warum am Ende der Patient unter seinen Beschwerden leidet, liegt an dem Histamin Überschuss im Körper. Der Grund könnte ein Enzymmangel sein.

Histaminintoleranz – Therapie

Die effektivste Therapie einer Histaminintoleranz ist der Verzicht auf Histamin. Das klingt jedoch leichter als es tatsächlich ist. Die Lebensmittel enthalten keinen Hinweis, ob Histamin enthalten ist - diese Hinweise findet man schon bei der Laktose und immer öfter auch bei Gluten. Hier ist das Wissen über stark histaminhaltige Lebensmittel ein Muss. Aber das alleine reicht nicht aus, da es noch weitere Nahrungsmittel gibt, die die Enzymaktivität hemmen. Es ist quasi ein dauerndes Auf-der-Hut-sein beim Durchforsten der Supermarkt-Regale.



Bitte bedenken Sie: Ein absoluter Verzicht auf Histamin ist rein faktisch gar nicht möglich, da es in sehr unterschiedlichen Lebensmitteln vorhanden ist. Dennoch sollten Sie Nahrungs- und Genussmittel, die die Histamin-Produktion verstärken, direkt Histamin enthalten oder die Histamin-abbauenden Enzyme hemmen, nicht alltäglich verzehren. Wir zeigen Ihnen, welche Lebensmittel das sind und wie Sie Ihrem Darm etwas Ruhe gönnen.

Wie behandelt man eine Histaminintoleranz?

Besteht der begründete Verdacht, dass bei Ihnen eine Histaminintoleranz vorliegt, ist eine stufenweise Kostumstellung sinnvoll, die sich auch in der Praxis bewährt hat. Die Ernährungsumstellung erfolgt in drei Phasen. Diese erklären wir Ihnen in einer einfachen Anleitung:

  1. Phase: Karenzphase

Zu Beginn sollten Sie für 14 Tage histaminreiche Lebensmittel vom Speiseplan streichen. Alkohol enthält zwar relativ geringe Mengen an Histamin, belastet aber zusätzlich den Darm - Histamin wird in flüssiger Form, wie es in Alkohol vorliegt, viel schneller aufgenommen. Stellt sich rasch eine Besserung ein, kann man von einer Unverträglichkeit gegenüber Histamin ausgehen.

  1. Phase: Testphase und 3. Phase: Dauerernährung

Nach der 14tägigen strengen Karenz dürfen Sie nun schrittweise und in kleinen Mengen Histamin wieder in den Speiseplan einbauen. Das Ziel ist es, Ihre Verträglichkeit, die sogenannte Toleranzschwelle, zu prüfen.

Tipp für Sie: Am besten führen Sie hier ein „Symptomtagebuch“, bei dem Sie die histaminhaltigen Lebensmittel mit den eventuell aufgetretenen Symptomen auflisten. So finden Sie für sich heraus, welche Lebensmittel Sie vertragen und in welcher Menge.

Die Testphase verläuft etwa sechs bis acht Wochen, um auch individuelle Einflussfaktoren wie Stress, Medikamente und Menstruation in Kombination mit Histamin zu prüfen. Testen Sie zu Beginn erst einmal nur ein Lebensmittel pro Tag aus. Treten keine Beschwerden auf, kann die Menge des Lebensmittels erhöht oder ein weiteres hinzugefügt werden. Es ist ein Austesten und Notieren. Doch der Aufwand lohnt sich. Sie müssen nicht ihr Leben lang komplett auf Histamin verzichten. Wenn Sie wissen, welche Lebensmittel Sie vertragen und wie Ihr Körper darauf reagiert, gewinnen Sie an Lebensqualität und versorgen sich ausreichend mit Nährstoffen. In diesem Schritt sprechen Ärzte und Therapeuten dann von der 3. Phase, der Dauerernährung [11].

Welche Lebensmittel darf man bei einer Histaminintoleranz nicht essen?

Die Lebensmittelliste enthält besonders histaminreiche Lebensmittel, von denen Sie bei einer Histaminintoleranz größtenteils Abstand nehmen sollten - vor allem während der Karenz-Phase [11].

Lebensmittelgruppe

Schlecht verträglich

Verträgliche Alternativen

Fisch

Fischkonserven (Thunfisch, Sardellen, Makrelen), marinierte und geräucherte Fische

Fangfrische (!) heimische Fische oder tiefgekühlte Fische

Käse

Reife Sorten wie Parmesan, Emmentaler, Bergkäse, Blauschimmelkäse, reifer Camembert, Rohmilchkäse

Gervais, Hüttenkäse, Topfen, Mozzarella, Butterkäse, junger Gouda

Fleisch / Wurst

Gepökelte, geräucherte und luftgetrocknete Wurst-/Fleischwaren wie Salami, Rohschinken, Speck

Alle Koch- und Brühwurstsorten wie Weißwurst, Schinkenwurst, gekochter Schinken

Gemüse

Sauerkraut, Spinat, Tomaten, Tomatenerzeugnisse wie Ketchup, Tomatenmark, Tomatensoße; Avocado, Melanzani, Essiggemüse

Alle anderen Sorten in roher oder gedünsteter Form

Obst

Reife Bananen, Kiwi, Erdbeeren, Ananas, Zitrusfrüchte

Alle anderen Sorten, auch Säfte

Süßigkeiten

Schokolade, Kakao

Kuchen und Kekse ohne Schokolade/Nüsse

Knabbereien / Sonstiges

Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse; glutamathaltige Knabberartikel, Balsamicoessig

Popcorn, Hirsebällchen, Salzgebäck, Grissini, Cracker, alle anderen Essigsorten

Alkohol

Rotweine (hier finden sich die höchsten Histaminwerte), Dessertweine, französischer Champagner, Prosecco, obergärige Biere (Weizenbier), im Fass gereifte Spirituosen (Whisky, Cognac), Liköre

Weißwein (Grüner Veltliner, Steirischer Junker); Sulfitgehalt beachten, Rotweine histaminfrei bzw. histaminarm (z.B. weiss, Allacher), Sekt oder Champagner histaminfrei bzw. histaminarm (z.B. Schlumberger, Goldeck, Hochriegel, Blanc Foussy, Veuve Oudinot), alkoholfreies Bier (meist), Pils, klare Schnäpse, Wodka, Gin


Bei der Liste der verträglichen alkoholischen Getränke sollten Sie immer bedenken, dass Sie tendenziell die Histamin Freisetzung fördern. Wählen Sie hier die alkoholfreie Variante - vor allem während der Karenz-Phase.

Gut zu wissen: Histamin kann nicht durch Hitze, Kälte oder anderen küchentechnische Methoden wie Einfrieren, Kochen, Backen oder Mikrowellenhitze zerstört werden [2]!

Weitere Tipps für eine effektive Beschwerdefreiheit mithilfe der Ernährung

Für die richtige Ernährung bei einer Histaminintoleranz gibt es eine Menge zu beachten. Neben dem sowieso schon vorhandenen Histamin in unserem Körper und den sehr histaminreichen Lebensmitteln gibt es auch jene, die den Botenstoff Histamin freisetzen. Eine weitere Hürde bildet das Enzym, denn auch dessen Aktivität kann über die Ernährung gesteuert werden [12]:

Lebensmittel, die eine Histaminfreisetzung im Körper verstärken, sind [12]:

  • Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwi
  • Meeresfrüchte
  • Milch

Die letzte Lebensmittelgruppe, die mit Histamin in Verbindung gebracht werden kann, beinhaltet die Nahrungsmittel, die das Histamin-abbauende Enzym DAO stören können. Hierbei handelt es sich unter anderem um folgende Lebensmittel [12]:

  • Schokolade
  • Obst: Zitrusfrüchte, Ananas, Papaya, Himbeeren, Birnen, Bananen
  • Tomaten
  • Hülsenfrüchte
  • Weizenkeime
  • Cashewnüsse, Walnüsse

Gut zu wissen: Der Histamingehalt in Nahrungsmitteln kann stark schwanken (Wein/Käse: 0,4–250 mg Histamin pro 100 g) und ist abhängig von Frische, Reife und Sorte des Nahrungsmittels [13]!

Nun ist die Lebensmittelliste sehr lang und auf den ersten Blick sind alle Lebensmittelgruppen vertreten. Um den Alltag mit einer Histaminunverträglichkeit weitestgehend unkompliziert und einfach zu gestalten, haben wir nachfolgend die wichtigsten Eckpfeiler für Sie zusammengetragen:

8 Tipps für den richtigen Umgang mit einer Histaminintoleranz

1. Frische Lebensmittel gegenüber verpackten und stark verarbeiteten Lebensmitteln bevorzugen

2. Pflanzliche Lebensmittel haben generell weniger Histamin

3. Histamingehalt steigt in aufgewärmten Speisen

4. Verpacken von Nahrungsmitteln in Schutzatmosphäre steigert die Histaminproduktion

5. Guter Ersatz für gepökelte Wurst ist die Kochwurst

6. Je länger der Käse reift, desto mehr Histamin enthält er

7. Kein reifes Obst, überreife Stellen wegschneiden

8. Auf fermentierte Produkte verzichten (Bild mit Sojasauce)

Darmsanierung und Histaminintoleranz: Ein gesunder Darm als Begleittherapie

Heilen Sie sich von innen. Ein gesunder Darm kann zu einer verbesserten Produktion des histaminabbauenden Enzyms DAO beitragen. Ist Ihre Darmschleimhaut entzündet oder gibt es Schädigungen an den Zellen des Darmepithels, kann das Enzym nicht mehr ausreichend hergestellt werden. Eine Fehlbesiedlung von Bakterien im Darm kann ein weiteres Problem darstellen. Hier kann eine Darmsanierung Abhilfe schaffen und die Entstehung der DAO-Enzyme wieder anfeuern. Ein Wiederaufbau der natürlichen Besiedelung mit Mikroorganismen mindestens einmal jährlich ist dafür der Grundbaustein. Es lohnt sich, denn eine erworbene Histamin-Intoleranz kann reduziert oder sogar geheilt werden.

Tabletten bei einer Histaminintoleranz

Eine Histaminintoleranz kann nicht durch Tabletten geheilt werden, aber Symptome können zum Teil effektiv gelindert werden. Leider aber oftmals nur kurzfristig. Und der Genuss von Wein, Käse, Schokolade und Co. sollte dennoch nicht fortgesetzt werden. In der medikamentösen Therapie sind vor allem Antihistaminika und DAOsin im Gebrauch.

Wann ist der Einsatz von Antihistaminika sinnvoll?

Insbesondere bei Durchfällen kann die Gabe von Antihistaminika helfen. Wenn Sie unter Kopfschmerzen leiden, sind sie allerdings nicht so wirksam. Prinzipiell werden Antihistaminika vom Arzt verschrieben, um einzelne Symptome zu behandeln. Von einem dauerhaften Einsatz ist eher abzuraten [12].

Tipp für das „Essen außer Haus“:

Nicht immer kann der Konsum histaminhaltiger Nahrung ganz ausgeschlossen werden, besonders dann, wenn Feste oder Restaurantbesuche anstehen. In diesen Fällen kann tierische Diaminoxidase in Kapselform helfen, den Histamin Abbau im Darm zu unterstützten. Das hierfür einzig verfügbare Produkt ist DAOsin, das zu der Mahlzeit eingenommen wird. In Studien konnte bisher keine aussagekräftige Wirksamkeit nachgewiesen werden, Benutzer berichteten allerdings von weniger Symptomen. Bei häufiger Anwendung wird zusätzlich ein Nachlassen der Wirksamkeit berichtet. Es empfiehlt sich daher, dieses Produkt nur gezielt einzusetzen [11].

Laut Jarisch, dem Leiter des Allergiezentrums in Wien und Experte im Fachbereich Nahrungsmittelunverträglichkeiten, gibt es zum aktuellen Zeitpunkt kein Medikament, dass die Enzymaktivität steigert [11].

Für die Allergiker unter uns

Allergiker sollten entzündungshemmende Medikamente meiden, die die Histamin-Freisetzung steigern. Das sind: Meclofenanimsäure, Mefenaminsäure, Diclofenac, Indometacin, Flurbiprofen, Naproxen Ketoprofen, Acetylsalicylsäure. Bevorzugen Sie stattdessen entzündungshemmende Alternativen, die die Histamin-Freisetzung verringern, wie Fenbufen, Levamisol, Ipuprofen.

Kurz und knapp: Wird eine Histaminintoleranz angenommen, sollten Alkohol, histaminreiche Nahrungsmittel und solche, die Histamin unspezifisch freisetzen können, gemieden werden, ebenfalls die oben erwähnten Medikamente.

Histaminintoleranz – Test

Fakt oder Fiktion? Diese Frage wird in Fachkreisen immer wieder diskutiert, wenn es um die Histaminintoleranz geht. In der Klinik und in den Arztpraxen ist sie Realität, in der Diagnostik aber schwer fassbar. Gerade weil noch nicht genau bekannt ist, was bei einer Histaminintoleranz im Körper passiert, gibt es auch noch kein genau definiertes Verfahren, um die Unverträglichkeit zu messen. Es gibt zwei Optionen, die in der Praxis angewendet werden:

  1. Der Provokationstest: Hier wird dem Patienten eine bestimmte Menge an Histamin oral, in der Regel in Tablettenform, verabreicht. An einem anderen Tag eine weitere Tablette ohne Histamin. Der Arzt beobachtete anschließend die Reaktionen des Körpers [3].
  2. Parameter für die Diagnostik: In der Praxis und in vielen wissenschaftlichen Studien findet immer mehr die Messung des DAO-Enzyms Anwendung. Die Messung des Methylhistamins im Urin steht stark in der Kritik. Der Wert ist sehr ungenau und kann auch durch eine eiweißreiche Ernährung erhöht sein. Wenn der Patient schon eine histaminarme Diät durchführt, kann das Histamin zusätzlich nicht gemessen werden [3].

Welcher Test sagt mir, dass ich eine Histaminintoleranz habe?

Im Gegensatz zu einer Allergie ist es gar nicht so einfach, eine Histaminintoleranz festzustellen. Bei Allergien zeigen die Antikörper eine eindeutige Reaktion. Eine Histaminintoleranz hingegen kann man bisher nur indirekt feststellen: Die Symptome und das Weglassen stark histaminreicher Nahrungsmittel lassen in der Regel eine erste Diagnose zu. Die Messung des DAO-Spiegels kann dann den Verdacht bestärken.

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Eine Studie wies auf die Bestimmung des histaminabbauenden Enzyms (DAO) im Blut (Serum) als ein geeignetes Diagnosemittel hin - eine weitere großangelegte Studie bestätigt den Nutzen. Es konnte gezeigt werden, dass die Teilnehmer eine deutlich geringere Konzentration des Enzyms im Blut hatten im Vergleich zu der gesunden Kontrollgruppe [14, 15].

Der Ernährungsmediziner Dr. med. Pfisterer hat in den vergangenen drei Jahren in seiner Praxis bei über 350 Patienten die Aktivität der Diaminoxidase gemessen. Bei 160 Patienten entdeckte er eine starke und bei weiteren 80 Patienten eine leichte Unterfunktion des Enzyms. Diese Zahlen verstärken die klinische Relevanz und Existenz der Histaminintoleranz [2].

Kurz und knapp: Die Bestimmung der Aktivität des Enzyms Diaminoxidase im Serum kann ein Indiz für eine Histamin-Unverträglichkeit sein.

Was muss ich beim Histamin-Intoleranz-Test beachten?

Wenn Sie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich haben, sollte Ihr Arzt zunächst mögliche entzündliche Krankheiten, wie Gastritis oder Morbus Crohn ausschließen. Da die Histaminintoleranz selten als alleiniges Krankheitsbild auftritt, sollten weitere Nahrungsmittelintoleranzen wie die Laktoseintoleranz, Fructose- und Sorbitintoleranz überprüft werden. Liegt zusätzlich eine dieser Intoleranzen vor, muss auch diese in Ihrer Ernährung mit berücksichtigt werden [2].

Wo kann ich einen Histamin-Intoleranz-Test machen?

Prinzipiell können Sie den Test bei jedem Allgemeinmediziner durchführen, der diese Laborleistung anbietet beziehungsweise der auf Intoleranzen spezialisiert ist. Der Arzt wird zunächst eine Anamnese und Ausschlussdiagnose durchführen und eventuell ein Symptomtagebuch veranlassen. Eine weitere Alternative bieten die Selbsttests für zu Hause an.

Mit Hilfe des cerascreen® Histamin-Intoleranz-Tests können Sie einfach testen, ob Sie an einer Unverträglichkeit leiden. Bei diesem Testverfahren wird der DAO-Wert in Ihrem Blut getestet. Neben dem genauen DAO-Wert erhalten Sie einen umfangreichen Ergebnisbericht mit wertvollen Gesundheitstipps rund um das Thema Histamin.

Histamin und Migräne

Jeder kann betroffen sein. Histamin kann sowohl bei Gesunden als auch bei Migränepatienten Kopfschmerzen verursachen [4]. Eine Migräne ist durch regelmäßig wiederkehrende Kopfschmerzattacken gekennzeichnet. Die Mechanismen der Migräneentstehung sind derzeit noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler gehen von einer entzündlichen Reaktion aus, die von Botenstoffen freigesetzt wird. Darunter: Histamin. Durch Histamin kommt es zu einer Gefäßerweiterung, die wiederum den Migräneschmerz auslöst [16].

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Studien zeigen, dass eine Vielzahl der Migränepatienten erniedrigte DAO-Konzentrationen im Blut aufweisen. Dies wurde sowohl während einer Migräneattacke, als auch in der anfallsfreien Phase festgestellt. Zudem klagen die Patienten über verstärkte und häufigere Migräneattacken bei dem Verzehr von histaminhaltigen Lebensmitteln. Zu diesen Nahrungsmitteln zählen unter anderem Wein, Bier, Tunfisch, Makrele, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch, Käse und Sauerkraut. Diese Lebensmittel zählen somit zu den auslösenden Faktoren für eine Migräne. Stellten die Teilnehmer ihre Ernährung auf histaminarm um, konnten Symptomlinderungen bis hin zur Beschwerdefreiheit erreicht werden [17].

Linderung der Symptome bei Schwangeren

Wissenschaftler haben einen starken Rückgang der Migräneattacken bei Schwangeren festgestellt - bei ihnen ist die DAO-Konzentration im Blut stark erhöht. Dieser Überschuss entsteht dadurch, dass der Körper der Frau den Säugling vor einer Histamin-Einlagerung schützt. Somit sind Schwangere meist komplett von den Symptomen befreit, aber nicht geheilt. Nach der Entbindung stellt sich die Intoleranz wieder ein [4].

Histaminintoleranz und die weiblichen Sexualhormone

Histamin steht in engem Zusammenhang mit Hormonen. Es kann die Bildung der weiblichen Sexualhormone Östradiol und Progesteron verstärken [18]. Durch diese vermehrte Bildung kommt es zu einer Reduktion des Hormons Prostaglandin. Die Folge können verstärkte Beschwerden beispielsweise während der Menstruation sein, die sich als Kopfschmerzen oder Krämpfe im Unterleib äußern. Liegt bei Ihnen zusätzlich eine Histaminintoleranz vor, nimmt die Dauer und Intensität der Beschwerden zu [19, 20]. Denn während der Menstruation ist der DAO-Spiegel der Frau am höchsten, damit das freigesetzte Histamin abgebaut werden kann [19, 20].

Hinweis: Histamin ist auch der Botenstoff, der bei Schwangeren Wehen auslöst. Eine Störung der DAO-Aktivität kann daher auch Ursache einer scheinbaren Unfruchtbarkeit sein. Besprechen Sie dies bitte ggf. mit Ihrem Arzt.

Histamin und Hautprobleme

Patienten mit einer Histaminintoleranz leiden häufig an einer atopischen Dermatitis - einer meist chronisch entzündlichen Erkrankung. Oftmals wird sie auch als Neurodermitis bezeichnet. Die Symptome können sich über den ganzen Körper ausbreiten, betreffen aber zumeist nur die Hände, Kniekehlen und Armbeugen. Dort kommt es zu Juckreiz und trockenen Hautausschlägen (Ekzeme) [21].

Was hat Histamin mit der Haut und einer atopischen Dermatitis zu tun?

Studien zeigen, dass Neurodermitis-Patienten oftmals erniedrigte DAO-Konzentrationen im Blut aufweisen und somit zu viel Histamin haben. Bei Patienten, die eine histaminarme Ernährung einhalten, kommt es zu einem verbesserten Hautbild und weniger juckenden Stellen. In der Ernährungstherapie wird daher schon seit Jahren auf eine passende Lebensmittelzusammenstellung bei Neurodermitis-Patienten hingewiesen - die histaminreiche Lebensmittel ausschließt [21].

Zusammenfassung

  • Histamin ist ein Botenstoff mit wichtigen Funktionen für den Körper, aber auch Verursacher vieler Symptome.
  • Der Begriff Histaminintoleranz beschreibt eine Unverträglichkeit gegenüber histaminreichen Lebensmitteln. Bei den Betroffenen liegt ein Ungleichgewicht zwischen dem Histamin und dem histaminabbauenden Enzym DAO vor.
  • Typische Symptome sind Kopfschmerzen, laufende Nase, Herz-Rhythmus-Störungen und Hautausschläge.
  • Bislang ist die Ursache der Histaminintoleranz noch nicht komplett ergründet - man geht von einem Enzym- bzw. Enzymaktivitätsmangel aus.
  • Eine chronische Belastung des Darms, ein Vitamin- und Zinkmangel, Medikamente und Alkohol können die Enzym-Produktion und -Qualität entscheidend beeinflussen.
  • Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es kein Medikament, das die Unverträglichkeit heilen kann.
  • Histamin ist in zahlreichen Lebensmittel enthalten - der Gehalt variiert stark und kann sich während des Reifungsprozesses verändern. Ein kompletter Verzicht ist nicht möglich.
  • Die Therapie umfasst eine histaminarme Diät, basierend auf den drei Phasen der Ernährungsumstellung.
  • Die Diagnostik der Histaminintoleranz wird anhand mehrerer Kriterien festgelegt - eines davon ist die Messung der Diaminoxidase im Blut.

Quellenangaben

  1. Kovacova-Hanuskova, E., Buday, T., Gavliakova, S., Plevkova, J.: Histamine, histamine intoxication and intolerance. Allergologia et Immunopathologia. 43, 498–506 (2015). doi:10.1016/j.aller.2015.05.001
  2. Histaminintoleranz – aktueller Stand der Technik von Diagnose und Therapie, https://pdfs.semanticscholar.org/935a/64284447ce9428c46e6da6981ec8c04ca74f.pdf
  3. REESE, I., BALLMER-WEBER, B., BEYER, K., ERDMANN, S., FUCHS, T., KLEINE-, J.: Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin. Allergo J. 7
  4. Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz, https://www.aerzteblatt.de/archiv/53958/Die-verschiedenen-Gesichter-der-Histaminintoleranz
  5. Biesalski, H.-K., Grimm, P., Nowitzki-Grimm, S.: Taschenatlas Ernährung. Georg Thieme Verlag, Stuttgart New York (2017)
  6. Histamin-Unverträglichkeit (4), http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2005/oeaez-11-10062005/histamin-unvertraeglichkeit-4.html
  7. Sattler, J., Häfner, D., Klotter, H.J., Lorenz, W., Wagner, P.K.: Food-induced histaminosis as an epidemiological problem: plasma histamine elevation and haemodynamic alterations after oral histamine administration and blockade of diamine oxidase (DAO). Agents Actions. 23, 361–365 (1988)
  8. Histamine+Intolerance-Like+Symptoms+in+Healthy+Volunteers+after+Oral+Provocation+with+Liquid+Histamine+-+All+Proc+2004.pdf, https://ainotes.wikispaces.com/file/view/Histamine+Intolerance-Like+Symptoms+in+Healthy+Volunteers+after+Oral+Provocation+with+Liquid+Histamine+-+All+Proc+2004.pdf
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