Jodmangel – wie er Mutter und Kind das Leben schwer macht

Beinahe jedes Lebensmittel enthält und dennoch fehlt es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) einer Milliarde Menschen. Wie kann das sein? Besonders für Schwangere ist ein Mangel eine Gefahr.

Jod ist die treibende Kraft Ihrer Schilddrüse, die Ihr Körper für eine optimale Körpertemperatur, Leistung und einen erholsamen Schlaf benötigt. Seefisch, Nüsse und in der Regel unser Obst und Gemüse enthalten Jod. Das Problem hierbei ist, dass nur Fisch Sie mit dem Nährstoff ausreichend versorgt. Unsere Böden enthalten nur geringe Mengen Jod. Deswegen können pflanzlichen Lebensmittel nur sehr wenig Jod über die Wurzeln aufnehmen. Deutschland wird daher als „Jodmangelgebiet“ bezeichnet. 30 Prozent der Deutschen sind von einem Jodmangel betroffen.

Fehlt es schwangeren Frauen an Jod, gerät ihr Stoffwechsel in ein Ungleichgewicht und das ungeborene Kind wird in seiner geistigen und körperlichen Entwicklung beeinträchtigt. Dabei ist ein Jodmangel mit der richtigen Ernährung einfach zu verhindern. Der alltägliche Küchenhelfer, der uns vor einem Jodmangel bewahrt, ist unser Salz auf dem Küchentisch. Wie Sie mit den richtigen Lebensmitteln und Präparaten das Unheil eines Jodmangels verhindern können und gesund durch die Schwangerschaft kommen, erfahren Sie im folgenden Artikel [1, 2]. 

Was ist Jod?

Das essentielle Spurenelement Jod kann Ihr Körper nicht selbst herstellen, daher müssen Sie diesen Nährstoff mit der Nahrung aufnehmen. Der menschliche Körper speichert 10 bis 20 mg Jod. Die Hälfte davon befindet sich in der Schilddrüse. Besonders dort spielt Jod eine wichtige Rolle, da es die Bildung von wichtigen Schilddrüsenhormonen ermöglicht [3, 4].

Gut zu wissen:
Bei einer ungenügenden Zufuhr von Jod
reichen die Speicher in der Schilddrüse für bis zu zwei Monate [4].

Wie wirkt Jod?

Jod bildet die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), die dafür sorgen, dass Ihre Schilddrüse richtig funktioniert. T3 und T4 steuern das Wachstum des Gehirns, des Nervensystems und der Knochen, und sie regulieren die Körpertemperatur. Wenn Ihr Herz in stressigen Situationen schneller schlägt, sind gerade T3 und T4 am Werk. Sobald Sie körperliche Leistungen erbringen, bauen beide ebenfalls Fettzellen für die nötige Energie ab [4, 5]!

Jod und Radioaktivität

Tschernobyl, Fukushima und aktuell Huy in Belgien – die radioaktive Strahlung, der Menschen bei Nuklearkatastrophen ausgesetzt sind, bedroht die Gesundheit unermesslich. Bei radioaktiven Gefahren verteilen Behörden Jodtabletten, die Sie unbedingt vorbeugend einnehmen müssen. Wie kann Jod Ihnen in so einer lebensgefährlichen Situation helfen? Radioaktive Strahlung besteht aus zahlreichen Atomen und Elementen, die in Ihrem Körper massiv Schaden anrichten - von Entzündungen bis Krebserkrankungen. Unter diesen Atomen befindet sich das sogenannte radioaktive Jod-131. Diesen Übeltäter können Sie sich wie einen Spion vorstellen. Er tarnt sich nämlich als gewöhnliches Jod, welches die Schilddrüse unbemerkt passieren lässt. Die Schilddrüse nimmt mehr und mehr Jod-131 auf mit der Erwartung, dass es wie herkömmliches Jod funktioniert. So sammeln sich nach und nach immer mehr Jod-131-Agenten in dem Organ an und übernehmen die Kontrolle der Schilddrüse. Sie verursachen eine Störung nach der anderen, bis die Schilddrüse entweder versagt oder überreagiert und für immenses Chaos im Körper sorgt. Die Einnahme von hochdosierten Jodtabletten gewährleistet, dass sich dort nur das gewöhnliche gesunde Jod ansammelt, bis die Schilddrüse kein Jod mehr aufnehmen kann. Wissenschaftler nennen diesen Vorgang „Jodsättigung“. Somit gewährt die Schilddrüse den Jod-131-Spionen keinen Eintritt, auch wenn sie es für normales Jod hält [6].

Jod und Desinfektion

Kennen Sie diese orange-rote Flüssigkeit, die Ärzte vor Operationen einsetzen? Wussten Sie, dass es sich um Jod handelt, besser gesagt um die chemische Verbindung Povidon-Jod? Während chirurgischer Eingriffe verwenden Mediziner Jod zur äußeren Desinfektion der Haut. Kein Keim auf der Haut bleibt vor Jod verschont. Die Anwendung von Jod kann die Anzahl an Erregern um 99 Prozent reduzieren. Daher eignet es sich als hervorragendes Desinfektionsmittel bei Operationen, beim Nähen oder Pflegen von Wunden. Im klinischen Bereich finden Sie das Desinfektionsmittel unter der Bezeichnung Jodtinktur. Diese enthält neben Jod alkoholische Substanzen, welche die desinfizierenden Eigenschaften von Jod verstärken. Um Kratzer und Schrammen vor bakteriellen Infektionen zu schützen, können Sie Jodsalbe verwenden. Diese ähnelt von ihrer Zusammensetzung auch einer Jodtinktur. Aber Achtung: Beim Vorliegen einer Schilddrüsenüberfunktion wirkt ein jodhaltiges Desinfektionsmittel oder eine Jodsalbe gesundheitsschädlich. Außerdem vertragen einige Menschen Jod nicht. Daher können Nebenwirkungen auftreten, die einer allergischen Reaktion ähneln [7].

Jod-Tagesbedarf

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Jod?
Vom 13. bis zum 51. Lebensjahr beträgt der tägliche Bedarf von Jod 200 µg. Danach sinkt der Bedarf auf 180 µg am Tag. Schwangere Frauen haben einen erhöhten Bedarf von 230 µg. Dieser steigt in der Stillzeit auf 260 µg. Dadurch versorgen Sie das Kind mit ausreichend Jod, sodass es sich gesund entwickeln kann [8]

Empfohlene Zufuhr

Jod in µg pro Tag

Säuglinge (0 bis 4 Monate)

40

Säuglinge (4 bis unter 12 Monate)

80

Kinder (1 bis unter 4 Jahre)

100

Kinder (4 bis unter 7 Jahre)

120

Kinder (10 bis unter 13 Jahre)

140

Jugendliche und Erwachsene (13 bis unter 51 Jahre)

200

Erwachsene (ab 51 Jahre)

180

Schwangere

230

Stillende

260

Quelle: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/

Wie viel muss ich essen, um meinen Tagesbedarf zu decken?

Mit knapp 100 Gramm Seelachs decken Sie auf einen Schlag Ihren täglichen Jodbedarf von 200 µg. Zwar sollten Sie zweimal pro Woche eine Fischmahlzeit einplanen, aber jedermanns Sache ist das nicht. Aber auch ohne Fisch klappt es tadellos! [16]:

Jod in der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere brauchen besonders viel Jod, sie scheiden nämlich erhebliche Mengen über den Urin aus. In der Stillzeit steigt der Bedarf zusätzlich, denn da verlieren Frauen viel Jod über die Muttermilch. 260 µg am Tag braucht eine stillende Mutter. Das entspricht fünf Gläsern Milch oder drei Lachsbrötchen.

Während der Schwangerschaft braucht das Kind Jod, um die Schilddrüsenhormone T3 und T4 bilden zu können. Die Jodversorgung ist sehr wichtig: Durch einen Mangel kann das Kind mit der Schilddrüsenunterfunktion, einer Fehlbildung oder einer geistigen Behinderung zur Welt kommen. Im Worst-Case-Szenario droht sogar eine Fehlgeburt [4].

Um den erhöhten Bedarf zu decken, können Sie auf entsprechende Präparate zurückgreifen. Mediziner empfehlen eine Aufnahme von 100 bis 150 µg pro Tag über Tabletten. Zusätzlich sollten auf Ihrem Speisplan ausreichend Milchprodukte und zwei Seefischmahlzeiten pro Woche eingeplant werden. Die Supplementierung sollte allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um die Folgen eines Jodüberschusses zu verhindern!

Für Schwangere und Stillende gilt, dass sie kein hochdosiertes Jod einnehmen dürfen! Die Schilddrüse des ungeborenen Kindes wird ansonsten inaktiv und es kommt mit einer Schilddrüsenunterfunktion auf die Welt [21].

Grundsätzlich gilt, wenn Sie einen Kinderwunsch haben: ausreichend Jod einnehmen! Ein starker Jodmangel kann unter anderem auch zur Unfruchtbarkeit führen [9].

Jodmangel

Mit einem Jodmangel ist nicht zu spaßen! Bekommen Säuglinge und Kinder nicht genug davon, werden sie in ihrer geistigen Entwicklung extrem beeinträchtigt. Auch Erwachsene erleiden bei einem Mangel starke gesundheitliche Beschwerden, weil die Schilddrüse nicht mehr vernünftig arbeitet. Ein Jodmangel raubt Ihnen Motivation, Schlaf und fährt das Immunsystem herunter Besonders in einem Jodmangelgebiet wie Deutschland steigt das Risiko, ein Defizit an Jod zu erleiden.

Jodmangel - Ursachen

Ein Jodmangel entsteht durch eine ungenügende Aufnahme von Jod über die Ernährung, bestimmte Lebensumstände und einen ungesunden Lebensstil. In erster Linie tragen Sie ein hohes Risiko für einen Jodmangel, wenn Ihre tägliche Ernährung Ihnen nicht genügend Jod liefert. In einem Jodmangelland wie Deutschland kann dies der Fall sein. Weitere Gründe sind:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Rauchen
  • vegane und vegetarische Ernährung
  • Aufnahme von Lebensmitteln, die die Jodaufnahme hemmen (goitrogene Lebensmittel) [4].

Jodmangelgebiet

In der Regel strotzen die Böden der Welt vor Mineralien und Spurenelementen wie Jod. Pflanzen nehmen Mineralstoffe und Vitamine über ihre Wurzeln aus der Erde auf, landen dann auf unserem Teller und letztendlich in unseren Mägen. Jedoch in Gebieten wie Deutschland, Österreich, der Schweiz und im Süden Asiens befinden sich auf dem Teller jedoch hauptsächlich jodarme pflanzliche Lebensmittel. Die Sonneneinstrahlung setzt Jod an der Meeresoberfläche frei, welches über den Regen in die Böden und Pflanzen gelangt. Doch mit zunehmendem Regen wird Jod aus jeder Bodenschicht gespült. Mit der Zeit werden die Böden immer ärmer an Jod. Zusätzliche Bewässerung von Feldern unterstützt den Jodentzug. Daher sind pflanzliche Nahrungsmittel nicht ausreichend, um Ihren Tagesbedarf an Jod vollständig zu decken [11].

Rauchen

Raucher weisen ein achtmal so hohes Risiko auf, eine Schilddrüsenunterfunktion aufgrund eines Jodmangels zu erleiden. Zigaretten enthalten nämlich das toxische Thiocyanat, welches die Schilddrüse daran hindert, Jod aufzunehmen [4, 12, 13].

Magen-Darm-Erkrankungen

Krankheiten, die die Darmschleimhaut schädigen, wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie, behindern die Aufnahme von Nährstoffen wie Jod, Eisen, Vitamin B12 etc. [4].

Vegane und vegetarische Ernährung

Besonders reich an Jod sind Meerestiere und Milchprodukte. Da Jod im Obst und Gemüse nur in geringen Mengen vorkommt, haben Veganer und Vegetarier ein höheres Risiko eines Jodmangels – insbesondere, wenn sie kein Jodsalz verwenden. [4].

Lebensmittel, die die Jodaufnahme hemmen

Manche Lebensmittel beeinträchtigen die Aufnahme von Jod im Körper, dazu gehören Goitrogene. Diese Substanzen werden im Körper in das jodhemmende Thiocyanat umgewandelt, das auch in Zigaretten vorkommt. Goitrogene Substanzen sind in allen Kohlsorten, Kresse, Senf, Zwiebeln, Nüssen und Knoblauch enthalten [4].

Gut zu wissen:
Goitrogene sind für den senfartigen Geschmack und den stechenden Geruch dieser Lebensmittel verantwortlich [14].

Jodmangels - Symptome

Die Symptome eines Jodmangels unterscheiden sich bei Kindern und Erwachsenen. Bei einem Jodmangel in der Schwangerschaft entwickelt das Kind psychische und körperliche Beeinträchtigungen. In der Medizin heißt dieses Phänomen Kretinismus, eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion. Erwachsene bilden einen Kropf aus, auch Struma genannt, da die Schilddrüse sich bei einem Jodmangel vergrößert. Die Unterfunktion und die fehlenden Schilddrüsenhormone bedingen eine Vielzahl an Symptomen im gesamten Körper [4, 9]:

Symptome bei Kindern

Allgemeinsymptome bzw. Symptome bei Erwachsenen

Geistige Behinderungen

Zunahme des Halsumfangs, Atem- und Schluckbeschwerden

Störungen im Knochenwachstum

Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Depressionen, Schlafprobleme, Unfruchtbarkeit

Fehlbildung von Organen

Kältegefühl

Aufgedunsenes Gesicht

Hautveränderungen, Übergewicht

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich sowohl von Geburt an oder im Erwachsenalter entwickeln. Man erkennt die Unterfunktion meist an einer Vergrößerung der Schilddrüse, auch Struma genannt. Jodmangel ist die weltweit häufigste Ursache dafür. Aufgrund des Joddefizits produziert sie mit der Zeit keine lebenswichtigen Schilddrüsenhormone. Mit ihren letzten Reserven bildet sie die Hormone. Dabei vergrößert sie sich und schwillt an [10].

Gut zu wissen: Bei jüngeren Menschen kann sich der Kropf bei einer entsprechenden Jod-Therapie zurückbilden. Im Alter hingegen wird nur das Wachstum geschwächt [10].

Jod und Selen

Der Mineralstoff Selen bildet in der Schilddrüse ein Powerteam mit Jod, indem es bei der Umwandlung der Hormone hilft. Von den beiden genannten Schilddrüsenhormonen ist T3 die biologisch aktive Form. Das heißt, dass nur T3 in den Körperzellen ihre Wirkung direkt entfaltet. Selen unterstützt die Umwandlung von T4 in das aktive T3. Ein Mangel an Selen verhindert diesen Vorgang, stört damit die Arbeit der Schilddrüse und kann eine Unterfunktion nach sich ziehen. Außerdem wirkt Selen antioxidativ. Das heißt, es schützt Ihre Zellen vor Entzündungen, die im schlimmsten Fall Krebserkrankungen verschulden. Selen kommt reichlich in Steinpilzen und Paranüssen vor. Merken Sie sich, dass Sie neben einer regelmäßigen Kontrolle Ihres Jodhaushalts auch Ihren Selenspiegel kontrollieren sollten [4]!

Jodmangel - Therapie

Nach der Diagnose eines Jodmangels können Sie diesen mit der richtigen Ernährung behandeln. Je nach Intensität des Mangels oder bei veränderten Lebensumständen bietet sich eine Supplementierung über Tabletten oder auch Tropfen an. Wenn eine Schilddrüsenvergrößerung (Struma) bei Ihnen vorliegt, erfolgt die Behandlung ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht. Allgemein müssen Sie beachten, dass Sie einen Jodmangel auf keinen Fall durch Selbstdiagnose oder ohne ärztliche Aufsicht mit Präparaten behandeln sollen. Dies kann zu einem Risiko für Ihre Gesundheit werden und zu einem Jodüberschuss führen!

Obst und Gemüse tragen nur bis zu drei Prozent zur Jodversorgung bei. Eine Lösung wäre das Verwenden von Jodsalz anstelle von normalem Speisesalz, welches auch bereits in der Lebensmittelindustrie verwendet wird. Ohne die Verwendung von Jodsalz würden 100 Prozent der Deutschen die empfohlene Tagesmenge nicht erreichen, da laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft täglich nur 30 bis 90 µg Jod aus nicht jodierten Nahrungsmitteln aufgenommen werden [15].

Welche Lebensmittel enthalten Jod?

Um die Ausbreitung eines Jodmangels zu verhindern, hilft Ihnen wortwörtlich das Salz in der Suppe, und zwar mit Jod angereichertem Salz. Weitere Lebensmittel, die Jod enthalten, sind:

  • Schellfisch, Kabeljau, Seelachs
  • Hummer, Garnelen, Algen
  • Milchprodukte wie Milch, Käse, Eier
  • Spinat, Brokkoli, Nüsse

Folgende Tabelle verschafft Ihnen einen Überblick über die jodreichsten Lebensmittel und ihren Jodgehalt [16]:

Lebensmittel

Jodgehalt in µg / 100 g

Jodiertes Speisesalz

2.000,00

Schellfisch

243,00

Seelachs

200,00

Brokkoli

15,00

Spinat

12,00

Eier

10,00

Roggenbrot

9,00

Vollmilch

6,00

Erbsen

4,00

Bananen

3,00

Wenn Sie goitrogene Lebensmittel, müssen Sie mehr jodhaltige Nahrungsmittel in den Tag einbauen. Gibt es zum Mittagessen beispielsweise Brokkoli, sollten Sie eine Banane oder eine Handvoll Nüsse danach essen, um dem Körper mehr Jod zuzuführen [14].

Jod und Algen

Forschungen haben herausgefunden, dass  Algen sich prima für die Jodversorgung eignen. Meeresalgen enthalten nämlich sehr hohe Mengen an Jod – so hohe, dass sie sogar gefährlich werden können. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung können Sie bis zu 500 µg Jod am Tag ohne Bedenken aufnehmen. Alles, was diese Menge übersteigt, gilt als gesundheitsschädlich. Algen und Nahrungsergänzungsmittel, die reich an Algenextrakten sind, sollten nicht Ihr „täglich Brot“ sein. Das Überangebot an Jod überfordert Ihre Schilddrüse bei einem bereits vorliegenden Jodmangel, sodass Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion erkranken können. Deswegen enthalten Produkte mit Algen stets Warnhinweise. Bei einer ausreichenden Jodversorgung können Sie aber hin und wieder mal den Abend problemlos mit etwas Sushi ausklingen lassen, das mit jodreichen Nori-Algen umhüllt ist. Lassen Sie es aber lieber nicht zur Gewohnheit werden [17, 18].

Jod und Salz

Bisher haben rund 70 Länder wie Deutschland, die Schweiz und USA, mit Jod angereichertes Salz in den Handel eingeführt, um in der Bevölkerung einen Jodmangel zu verhindern. Dabei handelt es sich um herkömmliches Speisesalz, dem man Jod als chemisches Salz zugefügt hat. Ganz ehrlich, wer verzichtet denn ungern auf Salz, um eine Mahlzeit geschmacklich zu verfeinern? Mit Jodsalz fanden die Länder eine gute Option, den Bedarf zu decken. Selbst Kantinen in Schulen oder Krankenhäusern verwenden mit Jod angereichertes Salz in ihren Speisen. Auch Fertiggerichte enthalten Jodsalz. Fünf Gramm Jodsalz liefern Ihnen 100 µg dieses essentiellen Nährstoffs. Warum können Sie Ihr Essen denn nicht gleich mit zehn Gramm Salz über den Tag verteilt genießen, um somit Ihren Bedarf von 200 µg zu decken? Ganz einfach: Zu viel Salz ist ungesund. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät zur Aufnahme von maximal sechs Gramm Salz am Tag. Das entspricht einem gestrichenen Teelöffel. Speisesalz enthält die Nährstoffe Natrium und Chlorid, daher nennen Chemiker es Natriumchlorid. Daher sollten Sie das Würzen mit Jodsalz nicht übertreiben und Ihrem Jodspiegel damit nur lieber in Maßen auf die Sprünge helfen. Die fehlenden Mengen an Jod in Ihrem Alltag können Sie über Milchprodukte, Eier, Meerestiere und Gemüse decken [19, 20].

Jod-Präparate

Grundsätzlich müssen Sie wissen, dass eine Supplementierung mit Jod nur bei veränderten Lebensumständen wie einer Schwangerschaft oder einem diagnostizierten Jodmangel mit Kropfbildung erfolgen sollte. Daher klären Sie dies bitte vorher mit Ihrem Arzt ab.

Jod-Präparate finden Sie in Form von Tabletten oder Tropfen. Sie enthalten entweder die Verbindung Natriumjodid oder Kaliumjodid. Kaliumjodid taucht jedoch häufiger in Nahrungsergänzungsmitteln auf. Kaliumjodid dient nicht nur zur Behandlung eines Joddefizits, sondern auch zur Vorbeugung gesundheitlicher Schäden bei radioaktiver Strahlung. Präparate enthalten meistens einen Gehalt von 100 bis 200 µg Jod pro Tablette, um den Tagesbedarf zu decken. Diese Mengen genügen, damit sich ein Kropf zurückbildet bzw. Sie seiner Entstehung vorbeugen. Solche Nahrungsergänzungsmittel gibt es auch in höheren Dosierungen, die in Form einer Tablette den Bedarf für eine Woche decken. Diese sind besonders für Menschen empfehlenswert, die starke Schwierigkeiten haben, ausreichend Jod über die Nahrung aufzunehmen. Die Supplementierung erfolgt solange, bis Sie einen optimalen Jodspiegel erreichen. Danach halten Sie ihn mit der richtigen Ernährung aufrecht.

Abgesehen von Tabletten oder auch Tropfen gibt es auch Jodsalben. Diese dienen allerdings nicht zur Supplementierung, sondern als Wundsalben zum Desinfizieren. Eine Jodsalbe sollten Sie nicht gebrauchen, wenn bereits Jodtabletten eingenommen werden. Ansonsten nehmen Sie zu hohe Mengen Jod auf und überstrapazieren Ihren Körper mit einem gesundheitsschädlichen Jodüberschuss.

Jod und Nebenwirkungen

Die Einnahme von Jod in Form von Medikamenten kommt nicht jedem zugute. So können vermeintliche allergische Reaktionen und folgende Nebenwirkungen durch die orale oder äußerliche Anwendung auftreten:

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Kopfweh
  • Anschwellen der Lippen [22]

Jod und Abnehmen

Das Gewicht kann durch eine Schilddrüsenunterfunktion steigen, die durch einen Jodmangel bedingt ist. Dies ist unter anderem auf hormonelle Störungen zurückzuführen. Eine unentdeckte Schilddrüsenunterfunktion sorgt bei dem ein oder anderen für Verzweiflung, weil man es sich nicht erklären kann, warum die Zahl auf der Waage steigt. Abnehmen durch Hungern und exzessives Sporttraining erweisen sich als hoffnungslos. Wenn die Schilddrüsenunterfunktion durch eine Supplementierung mit Jod mehr und mehr abnimmt, fangen auch die Pfunde an zu purzeln [10].

Kurz und knapp: Jodtabletten sollten Sie einnehmen, wenn bei Ihnen ein Jodmangel besteht und nur so lange, bis Sie einen optimalen Spiegel haben. Für eine besonders jodhaltige Ernährung eignen sich Meerestiere und Jodsalz. Jedoch sollten Sie nicht mehr als einen gestrichenen Teelöffel Salz am Tag verzehren!

Jodüberschuss

Eine ausreichende Jodzufuhr garantiert Ihnen eine optimal funktionierende Schilddrüse. Die Betonung liegt hierbei auf ausreichend. Nicht nur ein Mangel an Jod verursacht Beschwerden, sondern auch ein Jodüberschuss. Während ein Jodmangel eine Schilddrüsenunterfunktion bewirkt, geht mit einem Überangebot an Jod eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) einher. In diesem Fall bildet die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone [5]. Um das überschüssige Jod wieder aus dem Körper zu spülen, führt der Arzt eine Infusion oder eine Magenspülung durch. Menschen mit einem Jodüberschuss leiden an folgenden Symptomen:

  • Gewichtsverlust
  • Akne
  • innere Unruhe
  • Magen-Darm-Beschwerden [23] 

Jodmangel-Test

Mittels eines Jodmangel-Tests können Sie Ihren aktuellen Jodspiegel überprüfen, um im Falle eines Mangels rechtzeitig zu handeln. Vor allem in einer Schwangerschaft, in der Stillzeit oder bei einer veganen Ernährung sollten Sie einen Test durchführen!

Was ist ein Jodmangel-Test?

Mit einem Jodmangel-Test können Sie Ihren aktuellen Jodspiegel im Blut oder im Urin überprüfen. Der cerascreen® Jodmangel Test ist ein Selbsttest und misst die aktuelle Konzentration von Jod pro Gramm Kreatinin in Ihrem Urin. Eine kleine Probe Ihres Morgenurins genügt, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen. Nach der Auswertung im Fachlabor erhalten Sie einen Ergebnisbericht mit zahlreichen Handlungsempfehlungen zur Behebung eines Mangels oder Aufrechterhaltung des Spiegels.

Gut zu wissen: Was ist Kreatinin?
Kreatinin ist ein Stoffwechselprodukt, das über den Urin ausgeschieden wird. Es gibt Auskunft über die Konzentrierung Ihres Harns. Ein zu stark konzentrierter Harn oder ein zu schwach konzentrierter Harn würde ohne Berücksichtigung von Kreatinin zu ungenauen Beurteilungen führen. Daher überprüfen wir den Jodgehalt unter Berücksichtigung der Konzentrierung von Kreatinin in Ihrem Urin. 

Wie führt man einen Jodmangel-Test durch?

Die Messung der Jodkonzentration erfolgt entweder über eine Urinprobe (siehe cerascreen® Jodmangel Test) oder über eine Blutprobe. Bei einem Urintest geben Sie lediglich eine Probe Ihres Morgenurins ab, da dieser weniger verstoffwechselte Abbauprodukte enthält, die ansonsten die Analyse erschweren würden. Neuerdings ist in der Forschung der sogenannte Jod-Sättigungstest im Fokus, der die gesamte Konzentration an Jod in Ihrem Körper und nicht nur im Blut oder Urin misst. Aber diese Methode muss noch weiter auf ihre Aussagekraft überprüft werden.

Wer führt einen Jodmangel-Test durch?

Einen Jodmangel-Test können Sie bei einem Arzt oder Heilpraktiker durchführen. Ob es sich um eine Urin- oder Blutuntersuchung handelt, ist von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich.

Das Messergebnis

Die folgende Tabelle erläutert Ihnen unsere Messwerte, anhand derer wir entweder von einem Jodmangel, einer optimalen Jodversorgung oder von einem Überschuss ausgehen. Die Werte beruhen auf dem Goldstandard aktueller Studien.

Bereich in µg Jod / g Kreatinin

Beurteilung

< 20

Stark unterhalb der Empfehlungen

20-49

Unterhalb der Empfehlungen

50-99

Leicht unterhalb der Empfehlungen

100-199

Optimal

200-299

Risiko einer durch Jod verursachten Überfunktion der Schilddrüse

>300

Risiko einer durch Jod verursachten Überfunktion der Schilddrüse oder autoimmunen Schilddrüsenerkrankung

Jod und Hashimoto

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Bei einer Autoimmunerkrankung greift Ihr eigenes Immunsystem Ihren Körper an. Die Forschung hat bis jetzt noch keine Antwort auf die Ursache von autoimmunen Prozessen gefunden. Bei einer Hashimoto-Erkrankung entzündet sich die Schilddrüse. Hierdurch kann es entweder zu einer Über- oder Unterfunktion des Organs kommen. Die aktuelle Forschung sieht von einer Behandlung mit hohen Dosen Jod ab, da sich dies als eher schädlich für die Schilddrüse erwiesen hat. Man geht davon aus, dass Jod die Hashimoto-Erkrankung sogar fortschreiten lässt. Menschen mit Hashimoto sollten daher nur den Tagesbedarf an Jod decken [24-27].

Jod und Allergie

Jod ist an sich kein Allergen, aber manche Menschen reagieren sehr empfindlich auf jodhaltige Mittel aus der Pharmaindustrie. In der Radiologie nutzen Mediziner Jod als Kontrastmittel, um Abbildungen von Röntgenaufnahmen zu verdeutlichen. Zudem enthalten auch einige Desinfektionsmittel Jod, da es sehr keimreduzierend wirkt. Bei einer Allergie treten Symptome auf wie Hautausschlag und im schlimmsten Fall ein anaphylaktischer Schock, der mit Atemnot, erhöhter Herzfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden einhergeht. Eine Lebensmittelallergie gegen Jod an sich als Spurenelement besteht aber nicht. Jodallergie ist daher die falsche Bezeichnung. Sie bezieht sich eher auf Bestandteile von Medikamenten, die Forscher noch nicht vollständig auf ihre allergieauslösende Wirkung untersucht haben [28-30]

Jod und Akne

Jod steht im Zusammenhang mit Hautveränderungen. Eine Überempfindlichkeit gegen Jod in Kontrastmitteln oder Desinfektionsmitteln kann zu Hautirritationen führen. Ein Mangel an Jod selbst wirkt sich ebenfalls negativ auf das Hautbild aus. Es kommt zur vermehrten Bildung von Pickeln. Allerdings besteht keine Beziehung zwischen dem Auftreten von Akne und einer Überdosis Jod. Die Hautunreinheiten durch eine Schilddrüsenunterfunktion verschwinden nach einer Jodtherapie, nachdem die Schilddrüse sich erholt hat [31].

Jod und Brustkrebs

Eine Tierstudie zeigte, dass eine Jodsupplementierung das Brustkrebsrisiko um ganze 50 % reduzieren konnte. Bestand der Krebs bereits, konnten die Forscher eine Verkleinerung der Tumore durch eine hohe Joddosis erzielen. Beim Menschen soll Jod den Zelltod von Brustkrebszellen einleiten und die Tumore nicht mehr wachsen. Außerdem konnten Forscher keine Neubildung von Tumoren beobachten. Ein ähnliches Ergebnis zeigte auch eine Studie durch die Aufnahme von Jod über die Ernährung. Diese Resultate geben daher den Anlass, für künftige Brustkrebsbehandlungen Jod zu verwenden [32, 33].

Fazit

  • Jod ist ein essentielles Spurenelement, das Sie über die Nahrung aufnehmen müssen.
  • Deutschland gilt als Jodmangelgebiet. 30 % der deutschen Bevölkerung sind mit Jod unterversorgt.
  • Die Hauptaufgabe von Jod liegt in der Bildung wichtiger Schilddrüsenhormone.
  • Besonders reich an Jod sind Meerestiere, Milch(-produkte), Eier und Algen.
  • Ein Jodmangel führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Dabei kommt es zur Vergrößerung der Schilddrüse.
  • Risikogruppen für einen Jodmangel sind schwangere und stillende Frauen, Veganer, Raucher und Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen. Zudem gibt es Lebensmittel, die Substanzen enthalten, welche die Jodaufnahme hemmen. Dazu zählen alle Kohlsorten.
  • Schwangere Frauen können bei einem Jodmangel eine Fehlgeburt erleiden oder ein körperlich oder geistig beeinträchtigtes Kind auf die Welt bringen.
  • Die Therapie eines Jodmangels erfolgt über eine ausgewogene Ernährung und eine eventuelle Supplementierung über Tabletten. Vor allem Schwangere und Stillende sollten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt supplementieren.
  • Eine zu hohe Jodaufnahme über Tabletten führt zu einem Jodüberschuss und einer Schilddrüsenüberfunktion.
  • Eine Supplementierung von Jod zeigte positive Effekte in der Behandlung von Brustkrebs.

Quellenangaben

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  2. Zur Mineralstoffversorgung in Deutschland: Mangel an Vitamin D und Jod, https://www.bzfe.de/inhalt/zur-mineralstoffversorgung-in-deutschland-30920.html
  3. Jod - BfR, http://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/jod-4600.html
  4. Elmadfa, I.: Ernährungslehre. Verlag Eugen Ulmer Stuttgart (2015)
  5. Hypothyroidism - Symptoms and causes, http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/hypothyroidism/symptoms-causes/syc-20350284
  6. Jodblockade - Schutz bei Reaktorunfall | Bundesumweltministerium, https://www.jodblockade.de/jodblockade/
  7. Gottardi, W.: Iodine and disinfection: theoretical study on mode of action, efficiency, stability, and analytical aspects in the aqueous system. Arch. Pharm. (Weinheim). 332, 151–157 (1999)
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  9. Richtig essen in der Schwangerschaft - BZfE, https://www.bzfe.de/inhalt/pressemeldung-6590.html
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  11. Shetaya, W.H., Young, S.D., Watts, M.J., Ander, E.L., Bailey, E.H.: Iodine dynamics in soils. Geochim. Cosmochim. Acta. 77, 457–473 (2012). doi:10.1016/j.gca.2011.10.034
  12. TED and Smoking: Information for Patients - British Thyroid Foundation, http://www.btf-thyroid.org/projects/54-teamed/235-ted-and-smoking-information-for-patients
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  14. Gerald Rimbach, Jennifer Nagursky, Helmut F. Erbersdobler: Lebensmittel-Warenkunde für Einsteiger. Springer-Verlag
  15. BMEL - Gesunde Ernährung - Jodversorgung in Deutschland: Ergebnisse des Jodmonitorings, https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/_Texte/DEGS_JodStudie.html
  16. Lebensmittel | DocMedicus Vitalstofflexikon, http://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Jod/Lebensmittel.html
  17. Algen: Algen - Vielfalt aus dem Meer, https://www.bzfe.de/inhalt/algen-556.html
  18. Oft zu viel Jod in Meeresalgen, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/oft-zu-viel-jod-in-meeresalgen-8540
  19. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Chlorid, https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/chlorid/#c4084
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