Eisen – ein Mangel, der die ganze Welt betrifft

Fleisch, Gemüse und Vollkornprodukte. Mindestens eine dieser Lebensmittelgruppen finden Sie tagtäglich auf Ihrem Teller und versorgt Sie ausreichend mit dem Nährstoff Eisen - oder vielleicht auch nicht! Die Chancen stehen hoch, dass Sie dennoch unter einem Mangel leiden und Sie deswegen weniger leistungsfähig sind und Ihnen sogar die Haare ausfallen. Ein Eisenmangel ist mit knapp 600 Millionen Betroffenen die weltweit häufigste Mangelerscheinung! Kinder im Alter zwischen 0 und 5 Jahren, Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangere weisen ein erhöhtes Risiko auf, einen Eisenmangel zu erleiden. Durch einen Eisenmangel können chronische Nierenerkrankungen, Herzfehler, Krebs und entzündliche Darmerkrankungen entstehen. Dem Mythos, dass Vegetarier und Veganer an einem Eisenmangel leiden, müssen Sie keine Beachtung schenken. Auch der eine oder andere Fleischliebhaber kann durchaus einen Eisenmangel haben. Ob Sie mehr eisenhaltige Produkte essen sollten oder doch eher Präparate einnehmen müssen, hängt vom Schweregrad Ihres Mangels ab. Doch einen Eisenmangel können Sie mit einer einfachen Blutuntersuchung feststellen!

Im Folgenden beleuchten wir die Funktionen von Eisen und warum Ihr Körper auf das sogenannte essentielle Spurenelement angewiesen ist. Für den Sauerstofftransport und für das Muskelwachstum spielt Eisen eine aktive Rolle. Wir führen Sie von der Aufnahme des Eisens aus den Lebensmitteln im Darm bis hin zu den Symptomen, die ein Eisenmangel auslöst. Störungen im Darm und veränderte Lebensumstände wie eine Schwangerschaft gefährden Ihren optimalen Eisenspiegel. Sie werden erfahren, warum Eisenpräparate sich bei einem Mangel sowohl als Fluch als auch als Segen entpuppen. Mit einer richtigen Ernährung, mit der bestmöglichen Kombination der Lebensmittel gelingt es Ihnen, den Eisenspiegel zu optimieren und den Mangelerscheinungen Lebewohl zu sagen. Nicht nur Fleisch, sondern auch die Welt der Früchte und des Gemüses bereichern Ihren Körper mit den stählernen Eigenschaften des Eisens. Nur mit dem richtigen Wissen können Sie die negativen Folgen eines Eisenmangels bekämpfen und Ihre Gesundheit schützen. Des Weiteren erläutern wir Ihnen die Diagnose eines Eisenmangels, die über eine Blutprobe abläuft und wie ein Eisenmangel mit Haarausfall und Übergewicht zusammenhängt. Die Inhalte wurden basierend auf dem aktuellsten Wissensstand erstellt. 

Was ist Eisen?

Eisen gehört zur Gruppe der essentiellen Spurenelemente. Essentielle Spurenelemente kann der Körper nicht selbst bilden und sie kommen nur in der Nahrung vor – demnach können wir es nur über das Essen aufnehmen. Der menschliche Körper enthält knapp fünf Gramm Eisen. 25 % davon sind als Speichereisen (u.a. Ferritin) vorzufinden. Weitere 1-3 % kommen als Transportprotein (Transferrin) und der restliche Anteil als sogenanntes Funktionseisen, wie Hämoglobin vor [1].

Wofür benötigt der Mensch Eisen?

Jede Zelle in unserem Körper braucht Eisen! Eisen hilft beim Sauerstofftransport und bei der Blutbildung im Organismus. Ohne Eisen bildet sich weniger von dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Hämoglobin transportiert den eingeatmeten Sauerstoff von der Lunge in den gesamten Körper – die Zellen können hierdurch ihren Stoffwechselvorgängen nachgehen. Eisen transportiert zudem Kohlendioxid für die Ausatmung in die Lungen und Sauerstoff in die Muskelzellen [1].

Eisen spielt nicht nur eine aktive Rolle in der Sauerstoffversorgung, sondern packt an vielen weiteren Reaktionen an, wie dem Energiestoffwechsel. Das Spurenelement kräftigt Haut, Haare und Nägel. Daher ist bei einem Eisenmangel mit Hautproblemen, Haarausfall und brüchigen Nägeln zu rechnen. Apropos Stärkung: Eisen macht das Immunsystem stahlhart! Für eine gut verlaufende Schwangerschaft ist Eisen unabdingbar [2–4].

Eisenstoffwechsel

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor. Im Sommer wollen zwei Gruppen unbedingt eine Kreuzfahrt mit der MS Transferrin unternehmen. Das Schiff legt vom Hafen namens Mukosa (Dünndarmschleimhaut) ab. Doch das Kreuzfahrtschiff kann aufgrund seiner Statik nicht sehr viel Last tragen. Daher haben sich die Reiseführer etwas Kurioses ausgedacht:

  • Um so viele Passagiere wie möglich aufnehmen zu können und ihre Kassen natürlich zu füllen, darf man nur mit einem Mindestgewicht auf das Schiff. Was für ein Unding! Daher ist es am Eingang zum Hafen Mukosa geregelt, dass nur dem zweiwertigen Eisen Eintritt gewährt wird. Das zweiwertige Eisen ist eine recht schlanke Person und entspricht den Gewichtsvorgaben.
  • Das dreiwertige Eisen hingegen hat eine zu kräftige Körperstatur. Doch es weiß sich zu helfen! Mit der flotten Vitamin-C-Diät gelingt es ihm, auf das Gewicht des zweiwertigen Eisens zu kommen und es darf in den Hafen eintreten.
  • In Mukosa angekommen herrscht absolutes Chaos. Zahlreiche Personen stehen Schlange, um auf das nächste Kreuzfahrtschiff zu gelangen. Die Kontrolleure, die sogenannten Ferroportine, entscheiden, wann wieder neue Passagiere auf das Schiff gehen dürfen. In der Zwischenzeit können einige Leute sich im Hotel Ferritin (das Speichereisen) niederlassen, um die lange Wartezeit zu überbrücken.
  • Wenn die neue MS Transferrin (ein Transportprotein) am Hafen anlegt, gewähren die Ferroportine den Passagieren Einlass. Die Reise ins Rote Meer beginnt!

Eisenmangel

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Mangelerscheinung. In Deutschland decken laut der Nationalen Verzehrsstudie 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen nicht den empfohlenen Tagesbedarf an Eisen . Die Symptome sind meistens klar einem Defizit von Eisen zuzuordnen. Senioren, schwangere Frauen, Frauen allgemein, Veganer Vegetarier und Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, einen Eisenmangel zu erleiden [5, 6].

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Eisen?

Wenn man sich den Bedarf beider Geschlechter nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung anschaut, sieht man, dass Frauen einen erhöhten Bedarf im Vergleich zu Männern haben. Während Männer täglich 10 mg Eisen zu sich nehmen sollen, liegt der Wert für Frauen bei 15 mg. Frauen in der Menopause bzw. nach den Wechseljahren müssen weniger Eisen aufnehmen. Die tägliche Zufuhrempfehlung beschränkt sich auf 10 mg Eisen. Kinder sollten eine tägliche Menge von 8 bis 10 mg über die Nahrung aufnehmen. Den höchsten Bedarf haben Schwangere mit 30 mg und Stillende mit 20 mg am Tag [7].

Die USA gibt ähnliche Empfehlungen ab, empfiehlt allerdings bei Vegetariern die jeweilige tägliche Zufuhrempfehlung mit dem Faktor 1,8 zu multiplizieren [8].

Empfohlene Zufuhr

Eisen in mg/Tag

m

w

Kinder (1 bis 10 Jahre)

8

10

Kinder (10 bis 19 Jahre)

12

15

Erwachsene ab 19 Jahren bis unter 51 Jahre)

10

15

Erwachsene ab 51 Jahren +

10

10

Schwangere

 

30

Stillende

20

Quelle: Eisen, https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/

Gut zu wissen: Frauen haben aufgrund der Monatsblutung einen höheren Bedarf an Eisen als Männer. Über die Menstruation verliert die Frau knapp 25 mg Eisen. Zur Information: Der menschliche Körper enthält zwei bis vier Gramm Eisen. Daher müssen Frauen als Ausgleich mehr Eisen über die Ernährung aufnehmen [5].

Eisenmangel – Symptome

Was sind die Symptome bei einem Eisenmangel?

Eisen hat die Aufgabe, die Sauerstoffversorgung sämtlicher Zellen zu gewährleisten. Wenn Zellen nicht mit Sauerstoff versorgt werden, können sie aufgrund fehlender Energiebildung ihren Funktionen nicht nachgehen. So arbeitet das Gehirn beispielsweise bei ungenügendem Sauerstoffvorkommen nicht ordentlich. Konzentrationsprobleme und Müdigkeit treten ein. Weitere Symptome eines Mangels sind [1, 5]:

  • Haarausfall, brüchige Nägel, eingerissene Mundwinkel
  • Schwächegefühl, verminderte Leitungsfähigkeit, Kopfschmerzen
  • Blutarmut

Eisenmangel – Ursachen

Es gibt mehrere Ursachen für einen Eisenmangel. Das Aufdecken der Ursache ist für eine effiziente Therapie maßgebend und sollte daher vor dem Therapiebeginn geklärt werden.

Was sind die Ursachen eines Eisenmangels?

Wie ein Eisenmangel entsteht, lässt sich leicht erklären: Die Eisenaufnahme deckt nicht den Bedarf. Es entsteht eine Art Missverhältnis. Die Folge sind entleerte Eisenspeicher. Welche Ursache hinter den leeren Speichern steht, kann allerdings ganz unterschiedlicher Natur sein [9]:

  • Blutverlust
  • erhöhter Bedarf
  • verminderte Aufnahme

Eine weitere mögliche Ursache können unentdeckte innere Blutungen sein, wie es beispielsweise bei einem Darmtumor der Fall ist. Eine Stuhlkontrolle gibt hier Aufschluss über das verborgene Blut im Stuhl [9].

Kann der Bedarf über einen längeren Zeitraum nicht gedeckt werden, kommt es zu einer weiteren Form des Mangels, der Eisenmangelanämie. Hier spricht man von einem geleerten Speicher im Knochenmark [9].

Gut zu wissen: Eisenmangelanämie
Mit knapp 80 Prozent stellt Eisen den Hauptübeltäter einer Blutarmut, der Eisenmangelanämie, dar  Bei einer Anämie wird der Blutfarbstoff Hämoglobin nicht ausreichend gebildet. Hämoglobin transportiert Sauerstoff. Eisen gilt als zentrales Element in der Bildung von Hämoglobin. So führt ein Eisenmangel zu einem Hämoglobin-Defizit, welches mit einer Sauerstoffunterversorgung einhergeht
[10].

Blutverlust

Unter den Begriff „Blutverlust“ fallen in diesem Kontext neben der offensichtlichen Blutung durch eine starke Menstruation bei der Frau, auch häufiges Blutspenden und Dialysen sowie mögliche innere Blutungen. Ursache können Tumore (Darmtumor) aber auch weitere Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt sein. Die letzten beiden genannten Ursachen kann nur ein Arzt mit Hilfe von spezifischeren Diagnostikverfahren ausschließen [11].

Erhöhter Bedarf

Ein erhöhter Eisenbedarf besteht während der Schwangerschaft, dem Wachstum und beim Hochleistungssport. Unter diesen Umständen (Hochleistungssport ist keine Lebensphase) benötigt der Körper eine größere Eisenmenge, die von außen über die Nahrung zugeführt werden muss [11].

Verminderte Aufnahme

Wenn Sie wenig Eisen aufnehmen, kann das unter anderem daran liegen, dass Sie eine Diät machen, sich streng vegetarisch bzw. vegan ernähren, an einer Magersucht oder einem Parasitenbefall des Darmes leiden. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und eine Zöliakie sind nur zwei von vielen Magen-Darm-Krankheiten, die die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen können [11].  

Kurz gesagt: Die Ursachen eines Eisenmangels sind Blutverlust, ein erhöhter Bedarf und eine verminderte Aufnahme des Spurenelements. Der Bedarf des Körpers an Eisen kann nicht gedeckt werden und es entsteht ein Missverhältnis. Für die optimale Therapie ist das Ergründen der Ursachen der erste Schritt, um die Eisenspeicher langfristig wieder aufzufüllen.  

Eisenmangel und Risikogruppen

Grundsätzlich ist die Eisenversorgung in Deutschland gut. Dennoch gehört ein Eisenmangel zu einer der am weitesten verbreiteten Mangelzustände überhaupt. Risikogruppen, die besonders häufig einen Eisenmangel erleiden, bilden hier den Rahmen [5, 12].

Folgende Gruppen sind anfällig für einen Eisenmangel [9, 13, 14]:

Frauen, Schwangere und Stillende

·       starke Menstruation

·       Wachstum des ungeborenen Kindes

·       geht über die Muttermilch verloren

·       erhöhter Bedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit

Senioren

·       Appetitmangel

·       nährstoffarme Ernährung

·       Kauprobleme

Neugeborene und Kinder

·       schnelle Entwicklung des Gehirns

·       Wachstum

Alkoholmissbrauch

·       Alkohol hemmt die Eisenspeicherung

Vegetarier und Veganer

·       dreiwertiges Eisen (in pflanzlichen Lebensmitteln) hat eine geringe Bioverfügbarkeit

Menschen mit Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt

·       gestörte Eisenaufnahme des Darms

Leistungssportler

·       erhöhter Bedarf

·       oft sehr eisenarme, kohlenhydratreiche Ernährung


Wenn Sie zu einer der genannten Risikogruppen gehören oder mit einem Eisen-Test einen Mangel festgestellt haben, sollten Sie Ihren Ferritin-Spiegel regelmäßig kontrollieren, um eine Eisen-Unterversorgung rechtzeitig zu erkennen und entsprechend gegensteuern zu können. Von einer Eisenzufuhr in Selbsttherapie und ohne entsprechende Laboruntersuchung ist wegen der Gefahr einer Eisenüberladung abzuraten.

Eisen in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen haben einen erhöhten täglichen Eisenbedarf. Während Frauen normalerweise 15 mg Eisen am Tag aufnehmen sollten, müssen Schwangere den Bedarf auf das doppelte - 30 mg - erhöhen. Die Gründe sind: das Wachstum von Gebärmutter, Kind und Mutterkuchen. Damit dieses Trio gut arbeitet, sind sie auf eine ausreichende Durchblutung und Sauerstoffversorgung angewiesen - und brauchen deshalb mehr Eisen.  

Warum ist Eisen in der Schwangerschaft so wichtig?

Während einer Schwangerschaft muss ca. 30 bis 40 % mehr Blut gebildet werden, damit das heranwachsende, ungeborene Kind ausreichend mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt wird und sich richtig entwickeln kann. Eine zu geringe Eisen-Aufnahme während der Schwangerschaft führt zu einer Eisenmangelanämie. Studien belegen, dass mehr als 30% der europäischen Schwangeren einen Eisenmangel aufweisen. Anämien erhöhen das Krankheits- und Sterberisiko für Mutter und Kind während der Schwangerschaft. Früh- und Fehlgeburten sind möglich. Außerdem wächst das Kind langsamer und kann somit Entwicklungsstörungen aufweisen. Bei der Mutter zeigen sich vermehrte Anzeichen wie Müdigkeit, Schwäche, Blässe, Kreislaufprobleme und Atemnot [15].

Um das Beste für Mutter und Kind zu ermöglichen, sollten schwangere und stillende Frauen dem Eisen bei der Ernährung mehr Beachtung schenken. Kinder, die in der Schwangerschaft mit ausreichend Eisen gestärkt wurden, kommen mit einem gesunden Geburtsgewicht auf die Welt [13, 16].

Kinder und Mütter brauchen vor allem im dritten Trimester der Schwangerschaft hohe Mengen an Eisen. Als drittes Trimester wird der Zeitraum zwischen dem sechsten Schwangerschaftsmonat und der Entbindung bezeichnet. In dieser Phase produziert der Körper höhere Mengen an Blut, da das ungeborene Kind immer mehr Nährstoffe zum Wachstum benötigt. Die Zahl der an Eisenmangel leidenden Schwangeren erhöht sich daher besonders im dritten Trimester.

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Eine Studie aus 2015 untersuchte den Verlauf von Eisenmangelanämien (Blutarmut) in den verschiedenen Abschnitten der Schwangerschaft. Zu Beginn der Studie wiesen 5 % der Schwangeren eine Eisenmangelanämie auf. Mit dem Verlauf der Schwangerschaft stieg auch die Anzahl auftretender Fälle von Blutarmut an. So hatten nach den ersten drei Monaten bereits 6,9 %, nach sechs Monaten 14,3 % und nach der Entbindung sogar 28,4% der Schwangeren eine Eisenmangelanämie [17].

Neben dem erhöhten Blutbedarf für das ungeborene Kind (Fötus) führen weitere Faktoren zu einer Verschlechterung des Eisenspiegels bei Schwangeren. So kommt es beispielsweise während der Schwangerschaft häufig zu Magen- und Darmbeschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen. Aufgrund dessen kommt es zu einer verminderten Eisenaufnahme über den Darm [15].

Schwangere sollten zunächst die Deckung über Lebensmittel den Eisen-Präparaten vorziehen. Letztere können zu einem Eisenüberschuss führen und unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Bitte bedenken Sie: Die Einnahme von Eisen-Präparaten muss stets unter ärztlicher Kontrolle erfolgen! Greifen Sie zu eisenhaltigen Lebensmitteln – stärken Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr Baby [13, 16].

Eisen in der Schwangerschaft mit vegetarischer/veganer Lebensweise

Schwangere Frauen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, müssen besonderen Wert auf eine eisenhaltige Ernährung legen. Tierisches Eisen wird in der Regel besser aufgenommen als pflanzliches Eisen. Um einen Mangel zu vermeiden, sollte eine regelmäßige Blutkontrolle erfolgen. Zusätzlich sollte die Schwangere über eine geeignete Zusammensetzung eisenhaltiger Lebensmittel Bescheid wissen. Denn durch die richtige Kombination verschiedener Lebensmittel verbessert sich die Eisenaufnahme! Mehr dazu finden Sie in unserem Kapitel: Eisenmangel-Therapie.

Kurz und knapp: Während der Schwangerschaft sollte der Eisenspiegel regelmäßig kontrolliert werden. Jedoch ist von der Zufuhr von Eisenpräparaten (Supplementierung) rein auf Verdacht hin, ohne vorherige ärztlicher Diagnose, abzuraten. Bei einer zu hohen Supplementierung kann es zu Eisenablagerungen in den Organen kommen und dies kann beispielsweise zu einer Schädigung der Leber führen.

Eisenmangel bei Senioren

Ältere Menschen weisen häufiger einen Eisenmangel auf. Er entsteht oft als Resultat von chronischen Erkrankungen, welche die Aufnahmerate des Eisens im Darm reduzieren. Hinzu kommt eine allgemein erniedrigte Nahrungszufuhr aufgrund des mangelnden Appetits.

Eisenmangel bei Kindern

Kinder haben in der Wachstumsphase einen erhöhten Eisenbedarf, da neben der Körpergröße und der wachsenden Anzahl an Zellen, welche Sauerstoff benötigen, das Blutvolumen steigt. Dadurch ergibt sich oftmals eine negative Eisenbilanz.

Eisenmangel bei Leistungssportlern

Sowohl Hobby- als auch Leistungssportler haben durch die erhöhte Schweißproduktion einen erhöhten Eisenbedarf. Insbesondere beim Ausdauersport stellt sich leicht ein Mangel ein. Studien haben festgestellt, dass eine Eisen-Therapie nicht nur die körpereigenen Eisenspeicher wieder auffüllt, sondern auch die Sauerstoffversorgung erhöhen kann, die die Leistung besonders beim Ausdauersport und das Gesamtblutvolumen steigern kann [18]. Ohne ausreichend Sauerstoff wird im Muskel Milchsäure (Lactat) frei, was zu einem rapiden Leistungsabfall und zu einem Verkrampfen der Muskulatur führen kann. Auch nach dem Training gehen die positiven Effekte des Eisens weiter: Für das Wachstum und die Regeneration der Muskulatur werden vermehrt Mineralstoffe und Vitamine benötigt. Sie gelangen durch das Transportmittel - Blut - zu den Muskeln. Ohne eine ausreichende Blutbildung, die durch Eisen gesteuert wird, kann der Vorgang nur eingeschränkt ablaufen. Weitere Symptome oder Folgen sind: Müdigkeit, körperliche Schwäche und Atemnot. Alles Dinge, die man beim Sport definitiv nicht gebrauchen kann!

Kurz und knapp: Sportler, gerade Ausdauersportler, brauchen mehr Eisen. Ist nicht genügend von diesem Spurenelementhanden, kann die Leistungsfähigkeit nicht erhalten werden und Muskelkrämpfe sind oftmals die Folge. Eisen ist besonders wichtig für den Muskelaufbau und die Erholung der beanspruchten Muskelpartien.

Eisenmangel nur bei Vegetariern und Veganern – die Wahrheit über den Mythos

Dass Veganer automatisch an einem Eisenmangel leiden, ist ein hartnäckiger Irrglaube. Eisen befindet sich nicht nur in tierischen Lebensmitteln. Pflanzliche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte oder getrocknete Früchte haben ebenfalls einen hohen Eisengehalt. Manche haben sogar einen höheren Gehalt als Rindfleisch. Das Problem einer rein pflanzlichen Ernährung ist die schlechte Bioverfügbarkeit für den menschlichen Organismus. Hinzu kommt, dass Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte Verbindungen enthalten, die die Eisenaufnahme hemmen.

Gut zu wissen: Die Bioverfügbarkeit eines Nährstoffes
Die Bioverfügbarkeit ist ein Maß, das beschreibt, wie schnell und in welchem Umfang ein Nährstoff seine Wirkung entfalten kann
[1].

Wussten Sie, dass bei leeren Eisenspeichern der Körper das 2- bis-3-fache an Eisen zusätzlich aufnimmt? Deswegen sind Vegetarier und Veganer bei einer ausgewogenen Lebensmittelauswahl (!) in der Regel nicht so häufig von einem Eisenmangel betroffen, wie immer angenommen wird [5].

Eisenmangel und entzündliche Darmerkrankungen

Mehr als 25% der Patienten mit einer entzündlichen Darmerkrankung weisen einen Eisenmangel auf. Man kann so weit gehen und eine Anämie als eine Komplikation einer Darmerkrankung bezeichnen. Dieser Eisenmangel entsteht durch einen chronischen Blutverlust, welcher durch Blutungen im Darmbereich oder durch mangelnde Aufnahme von Eisen über die Dünndarmschleimhaut eintreten kann. Zur Behandlung des Mangels werden vom Arzt häufig Eisenpräparate (Supplemente) verordnet [19].

Eisen – Therapie

Einen Eisenmangel zu therapieren gelingt Ihnen bereits mit der richtigen Ernährung. Beherzigen Sie die folgenden Tipps und Sie können Ihren Eisenspiegel langfristig optimieren.

Einige Menschen verlassen sich auf die Einnahme von Eisenpräparaten in Form von Tabletten oder Kapseln, um einen Eisenmangel zu behandeln bzw. ihn vorzubeugen. Auch wenn diese Art von Eisenzufuhr spielerisch leicht scheinen mag, kommt es oft zu Nebenwirkungen: 20 Prozent klagen über Magenschmerzen, Übelkeit und Verstopfung nach der Einnahme von Eisenpräparaten. Injektionen sind eine Alternative. Wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die die Eisenaufnahme beeinträchtigt, eignen sich diese beide Varianten, um den Eisenspiegel anzuheben. Gleiches gilt auch bei starken Blutverlusten. Wenn der Eisenmangel ernährungsbedingt ist, können Sie mit den richtigen Lebensmitteln Ihren Eisenspiegel wieder auf Vordermann bringen!

Halten Sie sich aber stets Folgendes vor Augen: Vor Therapiebeginn sollte die Ursache des Eisenmangels geklärt werden um den richtigen Therapieweg zu wählen!

Welche Lebensmittel enthalten Eisen?

Eisen befindet sich in tierischen Lebensmitteln, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Auch Gemüse wie Pfifferlinge, Spinat und Rote Beete enthalten Eisen. Wer es süß mag, kann auch zu getrockneten Aprikosen greifen. Am eisenreichsten sind folgende Lebensmittel [20]:

  • Salzhering
  • Amaranth
  • Linsen
  • Erbsen
  • Sojabohnen

Folgende Tabelle verschafft Ihnen einen Überblick über die eisenreichsten Lebensmittel und ihren Eisengehalt:

Lebensmittel

Eisengehalt in mg pro 100 g

Salzhering

20,0

Schweineleber

18,0

Amaranth

9,0

Quinoa

8,0

Linsen

8,0

Hühnereigelb

7,2

Rinderleber

6,9

Hirse

6,9

Sojabohne

6,6

Pfifferlinge

6,5

Weiße Bohnen

6,2

Haferflocken

5,4

Erbsen

5,0

Für die Naschkatzen unter Ihnen: 25 Gramm Zartbitterschokolade bereichern Ihren Körper nicht nur mit Glückshormonen, sondern liefern auch 3 mg Eisen [20]!

Welche Obstsorten und Getränke enthalten Eisen?

Eisen ist ebenfalls in der kunterbunten Welt der Früchte vertreten. Eisenreiches Obst sind unter anderem Kaki, Kokosnuss und auch Maulbeeren. In Apotheken oder Reformhäusern finden sich im Regal häufig eisenhaltige Getränke. Jene können pro 100 ml bis zu 80 mg Eisen enthalten. Wenn Sie an den Tagesbedarf denken, scheint ein Glas schon zu genügen. Mit Eisen angereicherte Getränke sind meistens so hochdosiert, damit der Körper genug Eisen aufnehmen kann. Haben Sie aber bei diesen Getränken folgende Fragen im Hinterkopf [20]:

  • Enthalten sie Vitamin C für eine verbesserte Aufnahme von Eisen?
  • Sind mögliche Nährstoffe enthalten, die die Aufnahme von Eisen behindern (siehe Bestandteile, die die Eisenaufnahme verschlechtern)
  • Wurde den Getränken hohe Mengen an Zucker zugesetzt, um einen eisenhaltigen bzw. blutigen/rostigen Geschmack zu unterdrücken?

Anstatt für fertige eisenhaltigen Getränke tief in die Geldbörse zu greifen, können Sie sie kinderleicht zu Hause zaubern! Wenn Sie sich morgens gerne einen Obst-Smoothie machen, fügen Sie doch eine Handvoll Spinat oder Grünkohl mit einem Schuss Zitronensaft hinzu. Das grüne Gemüse ist eine prima Eisenquelle und in Kombination mit der Zitrone holen sie das Beste aus ihnen heraus. Weitere günstige Alternativen für eisenhaltige Getränke sind Tomatensaft und Pflaumensaft [20].

Wie Sie effizient Ihren Eisenspeicher wieder auffüllen

Wenn Sie Ihre Speicher wieder auffüllen möchten, sollten Sie vor allem auf die Qualität des Eisens achten. Entscheidend ist nicht, wieviel Eisen Sie Ihrem Körper zuführen, sondern wieviel er davon aufnehmen kann. Je nach Quelle des Eisens nimmt der Darm bei tierischen Lebensmitteln knapp zwanzig Prozent des Gesamteisens auf. Bei pflanzlichen Lebensmitteln beläuft sich die Aufnahmerate auf lediglich fünf Prozent [5].

Die Wertigkeit von Eisen beschreibt, wie gut der Dünndarm das Spurenelement aufnehmen kann. So nimmt der Körper zweiwertiges Eisen, das Häm-Eisen, besser auf als das dreiwertige Nicht-Häm-Eisen. Daher gilt Häm-Eisen als hochwertiges Eisen. Häm-Eisen finden Sie hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln. Folgende Lebensmittel strotzen nur vor Häm-Eisen [20]:

  • Blutwurst
  • Rinderleber
  • Leberwurst
  • Rindfleisch
  • Schweinefleisch

Falls Ihnen Fleisch nicht mundet oder Sie vegetarisch oder vegan leben, können Sie Ihren Magen mit pflanzlichen eisenhaltigen Lebensmitteln füllen. Zu beachten ist, dass der Dünndarm für eine bessere Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Nicht-Häm-Eisen) eine Säure benötigt.
Reichlich Eisen aus der Welt der Pflanzen finden Sie in [20]:

  • Haferflocken
  • Vollkornprodukten
  • Hülsenfrüchten
  • Pistazien
  • Sesam

Warum nimmt der Körper tierisches Eisen besser auf als pflanzliches?

Das Eisen aus tierischen Lebensmittel (Häm-Eisen) unterscheidet sich in der chemischen Zusammensetzung von dem pflanzlichen (Nicht-Häm-Eisen). Häm-Eisen gelangt über die Dünndarmschleimhaut direkt in den Blutkreislauf. Der Körper muss das Nicht-Häm-Eisen hingegen zunächst ins Häm-Eisen umwandeln. Bei diesem Vorgang geht ein großer Teil an Eisen verloren, wodurch letztlich nur 5 % tatsächlich vom Körper aufgenommen werden. Zum Vergleich: Beim tierischen sind es 20 %.

Die Kombination aus beiden - tierischen und pflanzlichen - in Form einer Mischkost sorgt für eine Eisenaufnahme von 15 %. Deswegen sprechen Ernährungswissenschaftler davon, dass das Eisen in Fleisch hochwertiger ist als das aus Gemüse und Getreide [5].

10 wissenswerte Dinge für eine optimale Aufnahme

Pflanzen liefern kein Eisen? Irrtum! Mit ein bisschen Chemie und Säure können Sie als Gemüseliebhaber oder als leidenschaftlicher Haferbrei-Frühstücker hohe Mengen an Eisen aufnehmen und den Vorurteilen trotzen. Mit diesem wissenschaftlichen „Trick 17“ holen Sie das Beste aus pflanzlichen Lebensmitteln heraus. Das Zauberwort lautet Vitamin C! Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist eine Säure, welche das Nicht-Häm-Eisen in Häm-Eisen umwandelt. Durch diesen Schritt im Eisenstoffwechsel erhöht sich die Wertigkeit des Eisens in pflanzlichen Lebensmitteln. Trinken Sie beispielsweise zu Ihrem Vollkornbrot oder Ihrer Schale Haferflocken ein Glas Orangensaft. Das Vitamin C sorgt für eine bessere Aufnahme des Eisens und stärkt zugleich Ihr Immunsystem. Sie schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe! Daher ist der Mythos unberechtigt, dass Vegetarier und Veganer ständig einen Eisenmangel erleiden. Mit der richtigen Ernährung liefern auch pflanzliche Lebensmittel die optimale Menge an Eisen.

Um Ihren täglichen Eisenbedarf vollständig zu decken, haben wir Ihnen ein paar Inspirationen für Speisen mit hohem Eisengehalt zusammengestellt. Besonders für die Risikogruppen eignen Sie sich hervorragend.

Speisen mit hohem Eisengehalt [21]

Frühstück: (mit Orangensaft)

-  Sauerteigbrot mit Hagebuttenmarmelade

-  Haferflocken mit Zimt, Aprikosen, Nüssen

-  grüner Smoothie mit Grünkohl oder Spinat und Zitrone

Hauptgerichte:

-  Bohneneintopf mit Kartoffeln und Paprika Leber mit Erbsen

-  Rote-Linsen-Curry/ Kichererbsen-Curry mit oder ohne Fleisch

-  Grünkohl mit Rindergulasch

Beilagen:

-  Humus

-  Salat mit schwarzen Linsen, Karotten, Tomaten, Petersilie, Sonnenblumenkernen

Abend:

-  Hirsesalat mit Schafskäse, Gemüse und Kräutern

-  Salatteller mit Putenstreifen, Mandelsplittern und Sojakeimlingen

Snack:

-  Pistazien, Kürbiskerne, 1 Glas Traubensaft

Getränke:

-  Orangensaft mit Rote-Beete-Saft im  Verhältnis 1:1


Warum nimmt der Körper Eisen nicht zu 100 % auf?

Neben körperlichen Zuständen und der Wertigkeit des Eisens gibt es eine weitere Ursache, die die Eisenaufnahme verschlechtert, und zwar verschiedene Nahrungsbestandteile. Zu diesen sogenannten Anti-Nährstoffen zählen [1, 5, 22]:

  • Milchprodukte: Calciumsalze
  • Vollkornprodukte: Lignin und Phytate
  • Spinat, Rote Beete, Rhabarber und Kakao: Oxalsäure
  • Cola: Phosphat
  • Tee, Kaffee: Polyphenol

Sie wundern sich vielleicht, dass in dieser Liste Vollkornprodukte und Spinat vorkommen, obwohl diese Nahrungsmittel doch als eine gute Eisenquelle dienen. Sie enthalten neben der hohen Menge an Eisen gleichzeitig Hemmstoffe, die die Eisenaufnahme verschlechtern. Diesem eigentlichen Widerspruch können Sie aber entgegenwirken - indem Sie Vollkornprodukte in Wasser einweichen oder den Spinat gut waschen und kochen, so werden die Antinährstoffe größtenteils entfernt [1].

Gut zu wissen:
Selbst Aspirin sorgt für eine verminderte Eisenaufnahme. Das liegt an dem Inhaltsstoff Salicylat.

Tipps, mit denen die Eisenaufnahme besser läuft

Die Eisenaufnahme voll und ganz zu unterstützen, erreichen Sie einfach mit ein paar Tipps und folgenden Informationen:

  • Tee, Kaffee und Milch nicht sofort nach dem Essen trinken und in Maßen genießen.
  • Statt normaler Milch können Sie zu pflanzlichen Milchalternativen wechseln. Diese enthalten weniger Calcium, welches die Eisenaufnahme hemmt.
  • Mehrstündiges Einweichen von Gemüse und Hülsenfrüchten in Wasser, um die Hemmstoffe herauszuwaschen.
  • Kochen von Gemüse reduziert den Gehalt an Oxalsäure.
  • Gesäuerte Lebensmittel wie Sauerteigbrot und Sauerkraut enthalten geringe Mengen an Antinährstoffen.

Kurz und knapp: Die Therapie eines leichten Eisenmangels können Sie mit der richtigen Ernährung angehen. Tierische Lebensmittel enthalten hochwertiges Eisen, welches direkt in den Darm gelangt. Das Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln hingegen nimmt der Darm nur in geringen Mengen auf. Die Aufnahme können Sie mit zusätzlichem Vitamin C erhöhen. Abgesehen davon enthalten manche Nahrungsmittel Hemmstoffe, die die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen. Um jene zu inaktivieren, müssen Sie spezielle Zubereitungsmethoden beachten.

Eisen – Dosierung

Neben der natürlichen Therapie eines Eisenmangels – mit eisenhaltigen Lebensmitteln – besteht die Möglichkeit, das Spurenelement in seiner synthetischen Form aufzunehmen. Besonders Vegetarier und Veganer greifen immer häufiger auf Eisenpräparate zurück. Einige nutzen auch Eisen-Nahrungsergänzungsmittel, um lediglich ihre Speicher zu füllen, auch wenn bei ihnen kein Bedarf besteht.

Wie kann Eisen ergänzt werden?

Die Aufnahme von Eisen bis hin zu einem gefüllten Speicher kann über drei Wege erfolgen:

  • durch Einnahme von Eisenpräparaten,
  • durch Aufnahme über eisenreiche Nahrungsmittel oder
  • über eine Injektion oder Infusion bei einem Arzt.

Einnahme von Eisenpräparaten

Greifen Sie niemals „einfach so“ zu Eisen-Präparaten, da auch eine übermäßige Zufuhr sich gesundheitsschädlich auswirkt. Vor der Einnahme von Eisenpräparaten sollten Sie also immer die aktuelle Versorgungslage prüfen. Dies kann bei einem Arzt gemacht werden oder ganz einfach von Zuhause aus mit sogenannten diagnostischen Selbsttests. Liegt ein Mangel vor, können Eisenpräparate geeignete Lieferanten für ein schnelles Wiederauffüllen der Speicher sein. Hat man sich dafür entschieden, fällt einem auf, wie groß die Auswahl an Eisenpräparaten ist. Von Eisenpulver, Kapseln, Tropfen bis hin zu einfachen Tabletten ist alles dabei. Welches Präparat für Sie am besten geeignet ist, richtet sich nach dem Grad Ihres Mangels und der Verträglichkeit. Zum Auffüllen der Speicher eignen sich sowohl frei verkäufliche als auch apotheken- oder rezeptpflichtige Eisenpräparate. Diese enthalten unterschiedlichen Eisenmengen und -formen.

Welche Präparate eignen sich am besten?

Es gibt unterschiedliche Verbindungen von Eisen in Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie zu sich nehmen können. Eisenoxid, Eisensulfat und Eisengluconat sind nur eine Auswahl der verfügbaren Eisenverbindungen. Mit Recht fragt man sich, welches die beste Verbindung ist. Besonders empfehlenswert sind Präparate, die Eisen-Bisglycinat enthalten. Neben der guten Verträglichkeit wird es durch die Zusammensetzung als zweiwertiges Eisen gut aufgenommen. Im Gegensatz zu den anderen Verbindungen, wie beispielsweise Eisensulfat, geht das Eisen-Bisglycinat keine Verbindung mit anderen unlöslichen Stoffen ein, welche die Eisenaufnahme verringern. Weiterhin hat Bisglycinat keine unerwünschten Nebeneffekte und kann somit auch in hohen Dosen gut vertragen werden. Achten Sie darauf, dass die Präparate vor dem Essen oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, so dass andere Lebensmittelinhaltsstoffe die Aufnahme des Eisens nicht behindern [23].

Bei stark erniedrigtem Ferritin-Spiegel (< 15 ng/ml ) oder Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Eisen im Darm reicht die Einnahme von frei verkäuflichen Präparaten nicht aus, um den Mangel auszugleichen. In diesen Fällen sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen und Ihren Ferritin-Spiegel regelmäßig kontrollieren. In der Regel wird dann auf eine andere Methode zurückgegriffen.

Gut zu wissen: Bei der Zufuhr von Eisenpräparaten ist die Wertigkeit des Eisens von Bedeutung. Dreiwertiges Eisen wird optimal verstoffwechselt, wenn es während der Mahlzeiten eingenommen wird. Zweiwertiges Eisen sollte besser eine Stunde vor dem Essen eingenommen werden.

Zufuhr von Eisen über Injektionen oder Infusionen

Bei ausgeprägtem Mangel oder Störung der Darmfunktion können Sie eine Eisenzufuhr über eine Injektion oder Infusion gewährleisten. Dies muss über die Anordnung und Durchführung eines Arztes geschehen.

Wann soll ich Eisen am besten einnehmen?

Der Körper kann das Eisen am besten morgens auf leeren Magen aufnehmen. Besonders gut eine halbe Stunde vor dem Frühstück mit einem Glas Orangen- oder Fruchtsaft oder einem anderen Vitamin-C-haltigen Getränk. Sie sollten mindestens zwei Stunden vor und nach der Einnahme keinen Tee oder Kaffee trinken. Sollten Sie die Präparate auf leeren Magen nicht vertragen, können Sie sie auch zwei Stunden nach der Mahlzeit einnehmen [21].

Wie viel mg Eisen pro Tag brauche ich und wie lange sollte ich es einnehmen?

Wenn Sie Ihre Speicher wieder auffüllen möchten, sollten Sie vor allem auf die Qualität des Eisens achten. Entscheidend ist nicht, wie viel Eisen Sie Ihrem Körper zuführen, sondern wie viel er davon aufnehmen kann [5]. Grundsätzlich gilt, dass der Körper maximal 5 mg Eisen pro Tag aufnehmen kann - abhängig davon, ob Sie das Eisen über die Nahrung bzw. Eisentabletten aufgenommen haben. Die genaue Menge als auch die Dauer der Einnahme ist abhängig von Ihrem Mangel und wird anhand Ihres gemessenen Ferritin-Wertes bestimmt. Bitte bedenken Sie, dass sich die Eisenreserven nur langsam aufbauen. Die Eiseneinnahme muss über 1,5 bis 2 Monate erfolgen. Eine kurzfristige Eiseneinnahme genügt nicht!

Es dauert etwa 40 bis 50 Tage, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen!

Die Berechnung des Ferritin-Werts bei einem Mangel:

Bei einem Ferritin-Wert von 18 ng/ml (entspricht knappen bis leeren Eisenspeichern) fehlen zum Ziel-Wert von 100 ng/ml noch 82,0 ng/ml. Um den Spiegel zu erhöhen, müssen 819,7 mg* Eisen in Form von Eisen-Präparaten eingenommen werden. Das kann nach folgendem Schema ablaufen:

Schema:

  1. Woche: täglich 80 mg
  2. Woche: täglich 100 mg

Ab der 3. Woche für 35 Tage täglich 200 mg oder 819,7 mg Eisenzufuhr in Form von Infusionen oder Injektionen beim Arzt.

Nebenwirkungen nach der Einnahme von Eisenpräparaten?

Jeder, der schon einmal Eisenpräparate eingenommen hat, weiß über die Nebenwirkungen Bescheid: Bauchschmerzen und Verstopfungen sind oft die Folge. Falls es zu Bauchschmerzen kommen sollte, nehmen Sie die Präparate mit den Mahlzeiten oder vor dem Schlafengehen ein. Nicht wundern, wenn sich der Stuhl dunkel verfärbt. Das liegt an dem Eisen und hat keinerlei gesundheitliche Schäden. Bei Verstopfung helfen eingeweichte Trockenfrüchte, Leinsamen und Joghurt am Morgen nach der abendlichen Einnahme. 

Eisenüberschuss

Wenn es um Störungen im Eisenstoffwechsel geht, handelt es sich immer um eine zweiseitige Medaille. Statt eines Eisenmangels kann auch ein Eisenüberschuss vorkommen. Ihr Körper speichert aufgrund eines genetischen Defekts zu viel Eisen. Diese genetische Störung nennen Mediziner Hämochromatose [24].

Gut zu wissen:
In der Regel sind im Körper bis zu sechs Gramm Eisen gespeichert. Bei einer Hämochromatose können es bis zu 80 Gramm sein
[25]

Dies verursacht Symptome und Krankheiten, die den gesamten Körper betreffen [24]:

  • Bronzefärbung der Haut
  • Lebererkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Diabetes
  • Impotenz

Ein Aderlass hilft, diese Folgeerscheinungen zu verhindern. Dabei nimmt der Arzt ein- bis zweimal pro Woche 500 ml Blut ab, um die Eisenspeicher zu entleeren. Diese Form der Therapie muss lebenslänglich durchgeführt werden [24].

Eisenmangel-Test

Ein Eisenmangel ist nicht zu unterschätzen. Besonders in gewissen Situationen wie Erkrankungen und in der Schwangerschaft müssen Sie auf eine bestmögliche Eisenzufuhr achten. In der Schwangerschaft ist es sowohl für die Mutter als auch für das Ungeborene von äußerster Wichtigkeit, den Eisenspiegel im optimalen Bereich zu halten.

Gut zu wissen: Nicht nur ein Eisenmangel gibt Anlass für einen Eisen-Test. Ebenso kann ein Eisenüberschuss gesundheitliche Beschwerden verursachen!

Wie kann ich einen Eisenmangel testen?

Einen Eisenmangel können Sie über eine Blutprobe testen. Für den cerascreen® Eisenmangel Test ist nur eine geringe Menge Blut aus Ihrer Fingerkuppe notwendig, die Sie mit dem im Testkit enthaltenen Röhrchen auffangen. Nach der Blutentnahme senden Sie die Probe in unser Labor, in dem der Ferritin-Wert gemessen wird. Ferritin ist die Speicherform von Eisen und ist ein aussagekräftiger Parameter zur Feststellung Ihrer aktuellen Eisen-Versorgung. 

Wie testet ein Arzt einen Eisenmangel?

Ein Besuch beim Arzt bei einem Verdacht auf Eisenmangel beinhaltet zunächst ein Anamnesegespräch, in welchem der Arzt und Patient die genauen Symptome, deren Häufigkeit und ihre Dauer besprechen. Wenn der Hausarzt einen Eisenmangel vermutet, untersucht er das Blut auf die Hämoglobin- und Hämatokrit-Werte und die Gesamtzahl der roten Blutkörperchen. Diese Parameter geben Auskunft über eine mögliche Blutarmut. Ebenfalls testen Ärzte das Blut auf Ferritin und auf das Transportprotein Transferrin, um einen Eisenmangel zu diagnostizieren.

Das Messergebnis

Die folgende Tabelle erläutert Ihnen unsere Messwerte, anhand derer wir entweder von einem Eisenmangel, einer optimalen Eisenversorgung oder von einem Überschuss ausgehen. Die Werte beruhen auf dem Goldstandard aktueller Studien .

Ferritin-Konzentration

Bedeutung

< 15 ng / ml

Eisenspeicher sind entleert

15-30 ng / ml

knappe bis leere Eisenspeicher

31-99 ng / ml

fast ausreichende Eisenspeicher

100-310 ng / ml

ausreichende Eisenreserve

311-799 ng / ml

Eisenspeicher sind beinahe überladen

ab 800 ng / ml

Eisenspeicher sind überladen

 

Eisenmangel und Haarausfall – Wenn die Bürste immer voller wird

Haarverlust kann in verschiedenen Altersstufen auftreten – bei Kindern in der Pubertät, bei Frauen in der Menopause oder bei Männern mit Mitte 20. Jeder kann betroffen sein. Besonders bekannt ist Haarausfall bei Männern. Die „Geheimratsecken“ breiten sich aus und werden im Alter zu einem immer größeren Problem. Aber auch Frauen weisen immer häufiger Haarausfälle auf. Dies kann durch Hormonschwankungen, aber auch durch Mineralstoffmangel bedingt sein. Das Haar wird immer dünner und das Volumen nimmt ab. Was also tun? Haare abschneiden? Bei Männern – Mut zur Glatze?

Eisenmangel äußert sich stark durch Haarausfall. Bereits in den 1960er Jahren wurden daraufhin Zusammenhänge zwischen Haarausfall und Mikronährstoffen festgestellt. Ganz oben auf der Liste der Nährstoffe stand das Eisen. Eisen ist entscheidend an der Blutbildung beteiligt. Das Haar hat einen hohen Blutbedarf. Ist das Blutvolumen im Körper nicht im optimalen Bereich, werden zunächst die für den Körper „unwichtigsten“ Organe und Körperbestandteile – die Haare– nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Es kommt zum Haarausfall [2].

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Eine Studie aus 2002 ergab eine Reduktion des Haarausfalls von 39 % mit gleichzeitiger Erhöhung des Eisenspiegels (Ferritin-Spiegel = Speicherform des Eisens) von 33 auf 89 mg/l nach sechs Monaten. Erste Reduktionen gab es bereits bei einem Eisenspiegel von 70 mg/l, weshalb geschlussfolgert wurde, dass ein Haarausfall reduziert werden kann, wenn der Eisenspiegel mindestens bei diesem Wert liegt [26].

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mikronährstoffversorgung in unserem Körper für unsere Haare von großer Bedeutung ist. Besonders Eisen scheint laut verschiedener Studien für die Haargesundheit relevant zu sein. Bei vermehrtem Haarausfall ist es somit sinnvoll, den Eisenspiegel untersuchen zu lassen und einen möglichen Mangel zu beheben. Anschließend steht einem gesunden und kräftigen Haarwuchs nichts mehr im Wege.

Eisen und Übergewicht

Wissenschaftler haben in den 1960er Jahren einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Eisenstatus festgestellt. Verschiedene Studien aus 2000 und 2011 zeigten, dass Eisenmangel und Übergewicht oftmals gemeinsam auftreten [27]. Eine weitere Studie aus 2015 zeigte ebenfalls, dass stark übergewichtige Personen einen niedrigeren Eisenspiegel aufweisen als Normalgewichtige  [28]

Zusammenfassung

  • Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das vom Körper nicht selbst gebildet werden. Eine Aufnahme über Lebensmittel ist essentiell.
  • Eisen ist für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin notwendig. Bei einem langfristigen Mangel kommt es zu einer Blutarmut – einer Eisenmangelanämie.
  • Weltweit sind 600 Millionen Menschen von einem Eisenmangel betroffen und es ist somit die häufigste Mangelerscheinung überhaupt.
  • Risikogruppen, die häufig an einem Mangel leiden, sind: Frauen, Schwangere, Stillende, Senioren, Neugeborene und Kinder, Alkoholabhängige, Vegetarier, Veganer, Menschen mit Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt und Leistungssportler.
  • Die zentrale Aufgabe von Eisen ist die Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff. Bei einem Mangel reicht der Transport von Sauerstoff nicht mehr aus, wodurch der Energiestoffwechsel leidet. Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Haarausfall sind einige der Symptome eines Eisenmangels.
  • Frauen haben einen höheren Bedarf als Männer. Das liegt an der monatlichen Periode. Oft leiden sie auch genau aus diesem Grund häufiger an einem Mangel.
  • Ein besonderes Augenmerk liegt auf Schwangeren und Stillenden. Sie haben einen bis zu zwei Mal höheren Bedarf an Eisen.
  • Mengenmäßig ist Eisen sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln gut vertreten. Allerdings kann der menschliche Organismus wegen der Eisen-Zusammensetzung das tierische Eisen besser aufnehmen.
  • Für eine bessere Verwertung des pflanzlichen Eisens sollten Sie es immer in Kombination mit Vitamin C einnehmen.
  • Eisenpräparate dienen dem Wiederauffüllen eines leeren Speichers.

Quellenangaben

  1. Elmadfa, I.: Ernährungslehre. Verlag Eugen Ulmer Stuttgart (2015)
  2. Park, S.Y., Na, S.Y., Kim, J.H., Cho, S., Lee, J.H.: Iron Plays a Certain Role in Patterned Hair Loss. J. Korean Med. Sci. 28, 934–938 (2013). doi:10.3346/jkms.2013.28.6.934
  3. Wright, J.A., Richards, T., Srai, S.K.S.: The role of iron in the skin and cutaneous wound healing. Front. Pharmacol. 5, (2014). doi:10.3389/fphar.2014.00156
  4. Cherayil, B.J.: Iron and immunity: immunological consequences of iron deficiency and overload. Arch. Immunol. Ther. Exp. (Warsz.). 58, 407–415 (2010). doi:10.1007/s00005-010-0095-9
  5. Eisen: Qualität nicht Quantität ist die Frage | Verbraucherzentrale.de, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/eisen-qualitaet-nicht-quantitaet-ist-die-frage-8026
  6. Dupont, C.: [Prevalence of iron deficiency]. Arch. Pediatr. Organe Off. Soc. Francaise Pediatr. 24, 5S45-45S48 (2017). doi:10.1016/S0929-693X(17)24009-3
  7. Eisen, https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/
  8. Office of Dietary Supplements - Iron, https://ods.od.nih.gov/factsheets/Iron-HealthProfessional/
  9. Wie kommt es zum Eisenmangel? - Landesärztekammer Baden-Württemberg, http://www.aerztekammer-bw.de/20buerger/30patientenratgeber/a_f/eisenmangel.html
  10. Was ist eine Eisenmangelanämie und wie kommt sie zustande? | Die Techniker, https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/bluterkrankungen/was-ist-eine-eisenmangelanaemie-und-wie-kommt-sie-zustande-2022006
  11. Eisenmangel und Eisenmangelanämie — Onkopedia, https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/eisenmangel-und-eisenmangelanaemie/@@view/html/index.html
  12. Kasper, H.: Ernährungsmedizin und Diätetik. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH (2014)
  13. Schwangerschaft: Eisen verhindert Mangelgeburten, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54900/Schwangerschaft-Eisen-verhindert-Mangelgeburten
  14. Eisenaufnahme bei Kleinkindern in Europa teilweise zu gering, https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/12-02-2015-eisenaufnahme-bei-kleinkindern-in-europa-teilweise-zu-gering/
  15. Cantor, A.G., Bougatsos, C., Dana, T., Blazina, I., McDonagh, M.: Routine iron supplementation and screening for iron deficiency anemia in pregnancy: a systematic review for the U.S. Preventive Services Task Force. Ann. Intern. Med. 162, 566–576 (2015). doi:10.7326/M14-2932
  16. Richtig essen in der Schwangerschaft - BZfE, https://www.bzfe.de/inhalt/pressemeldung-6590.html
  17. Mei, Z., Cogswell, M.E., Looker, A.C., Pfeiffer, C.M., Cusick, S.E., Lacher, D.A., Grummer-Strawn, L.M.: Assessment of iron status in US pregnant women from the National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), 1999-2006. Am. J. Clin. Nutr. 93, 1312–1320 (2011). doi:10.3945/ajcn.110.007195
  18. Burden, R.J., Pollock, N., Whyte, G.P., Richards, T., Moore, B., Busbridge, M., Srai, S.K., Otto, J., Pedlar, C.R.: Effect of Intravenous Iron on Aerobic Capacity and Iron Metabolism in Elite Athletes. Med. Sci. Sports Exerc. 47, 1399–1407 (2015). doi:10.1249/MSS.0000000000000568
  19. Kaitha, S., Bashir, M., Ali, T.: Iron deficiency anemia in inflammatory bowel disease. World J. Gastrointest. Pathophysiol. 6, 62–72 (2015). doi:10.4291/wjgp.v6.i3.62
  20. Der kleine Souci, Fachmann, Kraut. Lebensmitteltabelle für die Praxis. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, Stuttgart (2004)
  21. Eisen im Blut wichtig für Ihre Leistungsfähigkeit, https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/09_zentren/izg/pdf/Spende/140908_Eisen-Flyer_6Seiten.pdf
  22. Kein Tee oder Kaffee zu Eisenpräparaten, https://www.aerztezeitung.de/panorama/ernaehrung/article/502349/kein-tee-kaffee-eisenpraeparaten.html
  23. Duque, X., Martinez, H., Vilchis-Gil, J., Mendoza, E., Flores-Hernández, S., Morán, S., Navarro, F., Roque-Evangelista, V., Serrano, A., Mera, R.M.: Effect of supplementation with ferrous sulfate or iron bis-glycinate chelate on ferritin concentration in Mexican schoolchildren: a randomized controlled trial. Nutr. J. 13, (2014). doi:10.1186/1475-2891-13-71
  24. Pschyrembel Online | Hämochromatose, https://www.pschyrembel.de/H%C3%A4mochromatose/K09AD/doc/
  25. Definition- Universitätsklinikum Ulm, https://web.archive.org/web/20090527193626/http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/innere-medizin/klinik-fuer-innere-medizin-i/home/klinische-schwerpunkte/ambulanzen/haemochromatose-ambulanz/definition.html
  26. Daniells, S., Hardy, G.: Hair loss in long-term or home parenteral nutrition: are micronutrient deficiencies to blame?: Curr. Opin. Clin. Nutr. Metab. Care. 13, 690–697 (2010). doi:10.1097/MCO.0b013e32833ece02
  27. Choma, S.S.R., Alberts, M., Modjadji, S.E.P.: Conflicting effects of BMI and waist circumference on iron status. J. Trace Elem. Med. Biol. Organ Soc. Miner. Trace Elem. GMS. 32, 73–78 (2015). doi:10.1016/j.jtemb.2015.06.003
  28. Nazif, H.K., El-Shaheed, A.A., El - Shamy, K.A.I., Mohsen, M.A., Fadl, N.N., Moustafa, R.S.I.: Study of Serum Hepcidin as a Potential Mediator of the Disrupted Iron Metabolism in Obese Adolescents. Int. J. Health Sci. 9, 172–178 (2015)