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Testosteronmangel: Diese Symptome weisen auf einen Mangel hin

Ein Mangel an Testosteron kann sich durch viele verschiedene Beschwerden bemerkbar machen. Potenzstörungen, Gewichtszunahme, Kraftverlust und depressive Verstimmungen sind nur einige der vielen Symptome, die darauf hindeuten, dass Sie von einem Testosteronmangel betroffen sein könnten.

Das häufig auch als Männerhormon bezeichnete Testosteron kommt sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor. Frauen produzieren und benötigen jedoch weitaus weniger Testosteron als Männer, bei denen das Sexualhormon für die Ausprägung und Funktion der Geschlechtsorgane zuständig ist. Bei Männern kann ein Mangel deswegen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.

Dass Testosteron mit dem Alter abnimmt, ist normal. In der Pubertät steigt der Testosteronspiegel an, wodurch die Geschlechtsorgane ausreifen, die Stimme tiefer wird und die Körperbehaarung wächst. Mit ungefähr 20 Jahren erreicht das Testosteron seinen Höchstwert und bereits um das 30. Lebensjahr nimmt der Testosteronspiegel bei Männern mit zunehmendem Alter wieder stetig ab. Einige Faktoren wie beispielsweise Übergewicht, Stress und Alkoholkonsum können jedoch auch im jüngeren Alter zu einem Testosteronmangel führen [1], [2].

Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie die Symptome eines Testosteronmangels deuten und einen möglichen Mangel feststellen können. Sie finden in unserem Gesundheitsportal auch allgemeine Informationen über das Hormon Testosteron.

Was sind die Symptome eines Testosteronmangels?

Ein Testosteronmangel kann sich durch zahlreiche Anzeichen bemerkbar machen.

Häufige Symptome eines Testosteronmangels bei Männern sind [1], [3], [4], [5]:

Symptome an Muskeln und Knochen:

  • Reduktion der Muskelkraft
  • Abbau von Körpergrösse
  • Abbau von Knochendichte / Osteoporose (sichtbar beispielsweise durch eine gebeugte Haltung)

Symptome durch körperliche Veränderungen:

  • Reduktion von Bartwuchs und Körperbehaarung
  • Brustvergrösserung
  • Verkleinerung der Hoden
  • Zunahme an Körperfett und Gewicht (insbesondere am Bauch)
  • Haarausfall

Weitere Symptome:

  • Erektionsstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Hitzewallungen und übermässiges Schwitzen
  • Leistungsminderung
  • Depressive Verstimmungen (beispielsweise Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, schlechte Laune oder Müdigkeit)
  • Anämie (Blutarmut)

    Gut zu wissen: Bei Frauen können viele der Symptome ebenfalls durch einen Testosteronmangel auftreten. Häufig treten depressive Verstimmungen, Libidoverlust, eine Zunahme an Bauchfett und eine Abnahme an Muskelkraft auf [2]

    Wie stelle ich einen Testosteronmangel fest?

    Treten ein oder mehrere Symptome auf, die auf einen Testosteronmangel hindeuten, sollten Sie das medizinisch abklären – unabhängig davon, ob es sich um einen Testosteronmangel handelt. Dafür können Sie entweder Endokrinolog*innen oder Urologen*innen aufsuchen oder selbst einen Testosteron Test für zuhause durchführen. Ein Test wird mittels Speichel- oder Blutprobe durchgeführt. Die jeweilige Messmethode ist abhängig davon, welchen Wert Sie messen wollen.

    Testosteron ist im Blut überwiegend an Proteine gebunden, lediglich drei Prozent liegen als freies Testosteron vor. Mit einem Speicheltest können Sie das freie Testosteron bestimmen. Die Variante kann problemlos zu Hause durchgeführt werden, wodurch Sie einen ersten Anhaltspunkt über Ihre Testosteronwerte bekommen, ohne dafür einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen zu müssen. Auffällige Werte sollten Sie dringend mit einer*m Arzt*in besprechen. Das freie Testosteron wird auch gemessen, wenn das Ergebnis des Bluttests nicht eindeutig ist. Bei einem Bluttest wird das Gesamttestosteron ermittelt, indem zusätzlich zur Messung des gebundenen Testosterons, das freie Testosteron berechnet wird.

    Gut zu wissen: Die Testosteronproduktion findet hauptsächlich in der Nacht und am frühen Morgen statt, sodass die Werte tageszeitabhängig sind. Ihre Testosteronwerte sollten Sie also am besten am Morgen überprüfen, wenn die Werte am höchsten sind [6]. 

    Sollte ich meinen Testosteronwert regelmässig testen lassen?

    Da bei Männern ab 30 Jahren die körpereigene Produktion des Hormons abnimmt, empfiehlt es sich, das Testosteron ab diesem Alter in regelmässigen Abständen zu kontrollieren. Das ist besonders sinnvoll, wenn auf Sie bestimmte Risikofaktoren für einen Testosteronmangel zutreffen, zum Beispiel [1]:

    • Ihr Körpergewicht weicht stark vom Normalgewicht ab (Über- oder Untergewicht).
    • Sie sind chronischem Stress ausgesetzt.
    • Sie nehmen über einen längeren Zeitraum Medikamente mit Cortison ein.
    • Sie betreiben intensiven Ausdauersport.
    • Sie konsumieren vermehrt Alkohol, Drogen oder Anabolika.

    Gut zu wissen: Auch Frauen können unter einem Testosteronmangel leiden. Häufig bleibt das lange unerkannt, da Testosteron hauptsächlich als männliches Sexualhormon bekannt ist. Frauen, die eine   Antibaby-Pille einnehmen, erhöhen übrigens ihr Risiko, von einem Testosteronmangel betroffen zu sein [2]

    Was kann ich bei einem Testosteronmangel tun?

    Wurde ein Testosteronmangel durch einen Test festgestellt, kann er behandelt werden. Neben Lebensstil-Änderungen ist ebenso eine medikamentöse Behandlung möglich. Wichtig: Medikamente sollten Sie immer nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einnehmen. Bei einem Testosteronmangel haben sich zudem eine Reduktion von Körperfett, Kraftsport, Alkoholabstinenz und weniger Stress als hilfreich erwiesen [1], [5], [7].

    Quellen

    [1]         E. D. Grober u. a., „Canadian Urological Association clinical practice guideline on testosterone deficiency in men: Evidence-based Q&A“, CUAJ, Bd. 15, Nr. 5, Feb. 2021, doi: 10.5489/cuaj.7252.

    [2]         S. Cipriani, E. Maseroli, und L. Vignozzi, „Testosterone in Females“, in Controversies in Testosterone Deficiency, J. P. Mulhall, M. Maggi, und L. Trost, Hrsg. Cham: Springer International Publishing, 2021, S. 81–105. doi: 10.1007/978-3-030-77111-9_8.

    [3]         J. McHenry, N. Carrier, E. Hull, und M. Kabbaj, „Sex differences in anxiety and depression: Role of testosterone“, Frontiers in Neuroendocrinology, Bd. 35, Nr. 1, S. 42–57, Jan. 2014, doi: 10.1016/j.yfrne.2013.09.001.

    [4]         „American Hair Loss Association - Women’s Hair Loss / Causes of Hair Loss“, Apr. 16, 2018. http://www.americanhairloss.org/women_hair_loss/causes_of_hair_loss.asp (zugegriffen Apr. 16, 2018).

    [5]         G. Wittert, „The relationship between sleep disorders and testosterone in men“, Asian J. Androl., Bd. 16, Nr. 2, S. 262–265, Apr. 2014, doi: 10.4103/1008-682X.122586.

    [6]         S. Bhasin u. a., „Testosterone Therapy in Men with Androgen Deficiency Syndromes: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline“, The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Bd. 95, Nr. 6, S. 2536–2559, Juni 2010, doi: 10.1210/jc.2009-2354.

    [7]         R. I. Wood und S. J. Stanton, „Testosterone and sport: current perspectives“, Horm Behav, Bd. 61, Nr. 1, S. 147–155, Jan. 2012, doi: 10.1016/j.yhbeh.2011.09.010.

     

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